Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll72. Sitzung, 25. April 2019 / Seite 31

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Was haben Sie vor, um die regionalen Strukturen und die Wertschöpfungsketten dort zu stärken, damit man die Abwanderung halbwegs in den Griff bekommt?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Bundesministerin, bitte.


Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger: Vielen Dank für die Frage, Herr Abgeordneter. – Der Tourismus im ländlichen Raum ist für uns tatsächlich eine Lebensader, wenn man so will, weil eben speziell im vor- und nachgelagerten Bereich extrem viele Arbeitsplätze am Tourismus, an der Branche hän­gen, auch anschließend an die Freizeitwirtschaft. Das muss man immer auch als Ge­samtkonstrukt sehen. Ich glaube, der erste Schritt ist einmal die Vereinigung zwischen Landwirtschaft und Tourismus in einem Ministerium und das Nutzen der Synergien, die sich oft auch automatisch daraus ergeben.

Ich habe es bereits angesprochen: Unser strategisches Ziel ist es, Österreich als die Kulinarikdestination Europas zu positionieren und zu etablieren, die Qualitätsprodukte, die wir in Österreich haben, mit der hohen Qualität des Tourismus zusammenzuschlie­ßen und damit einhergehend einfach noch stärkere regionale Wertschöpfung zu schaf­fen und beiden Branchen damit auch ein zukunftsfähiges Gerüst zu geben.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die 10. Anfrage stellt Herr Abgeordneter Zinggl. – Bitte sehr.

10.01.33


Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (JETZT): Herr Präsident! Frau Ministerin! Ernährungsbewusste Menschen wollen auch in Restaurants und Gaststätten gerne wissen, woher die Produkte kommen, die ihnen serviert werden, die sie essen, woher Eier, Fleisch und Gemüse tatsächlich kommen, wie die Tiere, die verarbeitet sind, vorher behandelt und gehalten wurden, und nur wenige Küchen geben das bekannt.

117/M

„Was werden Sie tun, um Konsumentinnen und Konsumenten über die tatsächliche Herkunft von Lebensmitteln zu informieren?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Bundesministerin, bitte.


Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger: Wie Sie wissen, ist für die Lebensmittelkennzeichnung grundsätzlich meine Kollegin Beate Hartinger-Klein zuständig. Wir arbeiten sehr intensiv und sehr gut auch gemeinsam daran, dieses transparente und nachvollziehbare Herkunftssystem in Österreich zu verbessern. Wir haben ja mit dem AMA-Gastrosiegel bereits ein System geschaffen, das sehr gut funktioniert, das sich auch großer Beliebtheit erfreut. Da ist die Herkunft aus Österreich zu 100 Prozent sichergestellt. Wir arbeiten gerade auch daran, kon­tinuierliche Verbesserungen im Bereich der Qualität und der Sicherheit für den ge­samten Herstellungsprozess zu erzielen. – Das zum einen.

Zum anderen haben wir bereits eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für eine Reihe von Lebensmitteln, speziell im Fleischbereich. Da gibt es ja auch bereits eine europäische Herkunftskennzeichnung, und gemäß dem Regierungsprogramm arbeiten wir daran, für verarbeitete Produkte im Bereich Fleisch, Milch und Eier verpflichtend auch entsprechende Herkunftskennzeichnungen zur Verfügung zu stellen.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Abgeordneter Zinggl.


Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (JETZT): Also insbesondere das Letzte, was Sie gesagt haben, habe ich auch den „Salzburger Nachrichten“ entnommen. Sie planen die Herkunftsbekanntgabe in Produkten des Verkaufs, wenn ein Anteil von mehr als 50 Prozent von beispielsweise Eiern im Produkt enthalten ist, und als Beispiel


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