dafür nennen Sie Eiaufstrich und Eiernudeln. Nun sind in den meisten Eiaufstrichen weniger als 50 Prozent Eianteil und bei Eiernudeln sind es überhaupt weniger als 20 Prozent.
Warum wird dieser hohe Anteil von 50 Prozent gewählt, und können Sie ein Beispiel für ein Produkt nennen, in dem mehr als 50 Prozent enthalten sind?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Bundesministerin, bitte.
Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger: Es gibt entsprechend der Produktgruppe natürlich verschiedene Klassifizierungen. Wir nehmen Anleihe an einem Modell, das es bereits in Frankreich und in Italien gibt, bei dem gemäß diesen Produktgruppen eine Herkunftskennzeichnung hergestellt wurde. Ich glaube, das sinnbildlichste Beispiel sind Milch und verarbeitete Milchprodukte wie beispielsweise Joghurt.
Wir nehmen da eben Anleihe bei Ländern, die das bereits in Umsetzung haben, und versuchen, das auch entsprechend zur Verfügung zu stellen. Es soll aber vor allem auch für unsere Lebensmittelhersteller, für unsere Lebensmittelindustrie ein Vorteil sein, die Herkunft Österreich wirklich klar auszuweisen und draufzuschreiben. Daran arbeiten wir, wie gesagt, gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheitsministerium.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zur 11. Anfrage darf ich Frau Abgeordnete Jachs ans Rednerpult bitten.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Herr Präsident! Frau Minister! Der Plan T wurde ja schon angesprochen. Mich würde interessieren:
„Was beinhaltet der ,Plan T – Masterplan für Tourismus‘ und was sind die nächsten Schritte?“
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Bundesministerin, bitte.
Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger: Vielen Dank für die Frage. – Wir haben einen sehr umfangreichen Beteiligungsprozess gestartet. Wir haben das quasi nicht vom Ministerium aus in Wien geschrieben, sondern sind in die Bundesländer gegangen und haben dort mit 500 Beteiligten diesen Plan T ausgearbeitet. Uns war es ganz wichtig, ein neues Indikatorensystem für den Tourismus und für die Messbarkeit des Erfolgs des Tourismus einzusetzen. Zukünftig werden es nicht nur die Nächtigungszahlen alleine sein, sondern es wird gemäß dem Satellitenkonto eine wirklich breite Betrachtung geben, wie es der Branche wirklich geht.
Wir haben speziell auch das Thema der stärkeren Vernetzung zwischen der Landwirtschaft und dem Tourismus als eines der ganz großen Themen und Schwerpunkte herausgearbeitet. Das Thema Digitalisierung ist für uns etwas ganz Zentrales, ebenso das Thema Beschäftigung und die Frage, wie wir vor allem auch junge Menschen stärker für die Tourismusbranche begeistern können.
Es ist also ein sehr umfangreiches Projekt. Die Österreich Werbung spielt eine wirklich wichtige und zentrale Rolle im Bereich des Außenauftritts und des Marketings für den Tourismus. Da planen wir in Zukunft, noch viel stärker auf gemeinsame Aktionen und Kampagnen zu setzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage? – Bitte, Frau Abgeordnete Jachs.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Wollen Sie Österreich als Kulinarikdestination erlebbar machen?
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