Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll84. Sitzung, 2. Juli 2019 / Seite 164

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o            Rechtsanspruch auf Altersteilzeit

•             Planbarkeit der Arbeitszeit

o            Gesicherte Arbeitszeiten: Flexibilitätszuschlag bei Unterschreitung der 14-tägigen Ankündigungszeit

o            Rechtsanspruch auf AZ-Wechsel: Vollzeit – Teilzeit – Vollzeit“

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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die Anträge sind ordnungsgemäß eingebracht, ausreichend unterstützt und stehen somit in Verhandlung.

Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Amesbauer. – Bitte.


15.27.10

Abgeordneter Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Ge­schätzte Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Nach dieser Wahl­kampfrede des Kollegen Muchitsch möchte ich jetzt wieder zum Thema zurückkom­men. Ich freue mich wirklich, dass wir diesen Beschluss heute mit breitester Mehrheit hier in diesem Haus fassen, denn der heutige Beschluss ist gut für das Ehrenamt in Österreich, ist gut für die Katastrophenhilfe in Österreich.

Als Steirer möchte ich mich kurz mit der größten der zahlreichen Einsatzorganisationen befassen, nämlich mit der freiwilligen Feuerwehr. Die Einsatzbilanz der freiwilligen Feuerwehr allein in der Steiermark ist beeindruckend. So wurden im Jahr 2018 1 800 Menschenleben gerettet. Die 773 steirischen Feuerwehren mit mehr als 50 000 ehren­amtlichen Mitgliedern haben rund 6,3 Millionen Einsatz- und Arbeitsstun­den unentgeltlich zum Wohle der Allgemeinheit geleistet. Das sind bei einem ange­nommenen Stundenlohn von 30 Euro 188 Millionen Euro, die durch freiwillige Arbeit auch dem Steuerzahler eingespart wurden, und da kann der Dank der Politik und der Dank der Gesellschaft gar nicht groß genug sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abge­ord­neten der ÖVP.)

Wir erleben es gerade in der jüngsten Vergangenheit, in den letzten Jahren, dass Naturkatastrophen immer mehr zunehmen. Im Sommer sind es die bekannten Schadensereignisse infolge von Hochwasserkatastrophen, und speziell im vergan­ge­nen Winter haben wir gesehen, was diese Massen an Schnee bewirken können, wo es dann wirklich nur mehr die freiwillige Feuerwehr schafft, die Dächer abzuschaufeln, sodass diese nicht einstürzen, und auch Ortschaften, die von der Außenwelt abge­schnitten sind, zu versorgen.

Gerade diese Einsätze haben auch gezeigt, dass die Feuerwehr da und dort, obwohl das alles mustergültig bewältigt wurde, an die Grenzen ihrer Kapazität stößt, gerade im ländlichen Raum, wo weite Strecken zur Arbeit zu bewältigen sind. Solche Ereignisse passieren ja unabhängig von der Tages- und Nachtzeit, unabhängig davon, ob es am Wochenende ist oder ob es unter der Woche ist, diese Ereignisse nehmen keine Rücksicht darauf, ob die Menschen gerade in der Arbeit sind oder frei haben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin selbst Feuerwehrmitglied seit mittler­weile 25 Jahren, bin im 13. Lebensjahr der Jungfeuerwehr beigetreten und darf seit nunmehr neun Jahren selbst Ortsfeuerwehrkommandant in der freiwilligen Feuerwehr meiner Heimatgemeinde sein – eine sehr, sehr schöne und spannende Tätigkeit, die ich zusammen mit meinen Kameraden sehr, sehr gern mache.

 


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