Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll84. Sitzung, 2. Juli 2019 / Seite 175

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Mein Kollege Martin Engelberg hat ja aus seiner professionellen Sicht schon sehr viel erklärt. Ich verstehe psychologische und psychotherapeutische Hilfe natürlich für alle – auch für Kinder und Minderjährige – als wertvolle Hilfe. Ich weiß, dass die Berufs­gruppen der Psychotherapeuten und Psychologen in Österreich, also ÖBVP und BÖP, das nicht anwenden, aber es muss gewährleistet sein, dass es nicht angewendet wer­den darf. Das ist, glaube ich, das, worauf es wirklich ankommt. Die Kodizes der Berufs­gruppen sehen das auch gar nicht vor, aber wir halten es heute einfach fest.

Sexuelle Orientierung – Heterosexualität oder auch Homosexualität – ist keine Krank­heit. Ich suche mir die Menschen, mit denen ich arbeite oder mit denen ich befreundet bin, nicht nach ihrer Sexualität aus. Für mich ist wichtig, dass sie so, wie sie sind, glücklich sind, egal mit wem sie leben oder wie sie ihre sexuelle Orientierung ausleben. Wenn junge Menschen auf dem Weg sind, den Herausforderungen des Lebens begeg­nen, also mitten in der Pubertät erste Erfahrungen mit Liebe, mit Sexualität machen, die ersten Enttäuschungen erleben, dann unterstützen Sie sie bitte, wenn Sie Eltern sind, wenn Sie Freunde sind, und, wenn es notwendig ist, auch durch wirklich profes­sionelle psychologische oder psychotherapeutische Hilfe, aber: Lassen Sie sie einfach so sein, wie sie sind, und kehren Sie sie nicht um! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)

Es gibt wirklich viele Institutionen in Österreich, die diese Wege unterstützen. Ich hatte vor Kurzem einen Termin mit Pro Mente, und die haben mir diese Broschüre mit­gegeben (besagte Broschüre in die Höhe haltend): „Erste Hilfe für die Seele“. – Da sind viele Kontaktadressen drinnen, an die man sich wenden kann. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Also: hinschauen, hinhören und Hilfe geben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)

16.05

16.05.57


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wir kommen sogleich zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeord­neten Lindner, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Konversionstherapien stoppen“.

Hiezu haben die Abgeordneten Lindner, Schwarz, Kolleginnen und Kollegen einen Ab­än­derungsantrag eingebracht.

Ich lasse daher sogleich über den Entschließungsantrag in der Fassung des Abände­rungsantrages der Abgeordneten Lindner, Schwarz, Kolleginnen und Kollegen abstim­men.

Wer für diesen Abänderungsantrag ist, den bitte ich, ein Zeichen der Zustimmung zu geben. – Das ist einstimmig. Damit ist der Antrag angenommen. (82/E) (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Lindner: Danke!)

16.06.4614. Punkt

Antrag der Abgeordneten Elisabeth Köstinger, Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Abfallwirt­schafts­ge­setz 2002 geändert wird (AWG-Rechtsbereinigungsnovelle 2019) (887/A)


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir gelangen zum 14. Punkt der Tagesordnung.

Hinsichtlich des Antrages wurde dem Umweltausschuss eine Frist zur Berichterstat­tung bis 1. Juli gesetzt.

Ein Wunsch auf mündliche Berichterstattung im Sinne der Geschäftsordnung liegt nicht vor.

 


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