Kollegin Gamon gefunden, die sagt, dass die Förderungen für die Bauern gekürzt gehören. Gleichzeitig verlangt sie aber von uns mehr Leistungen bei der Biodiversität. Das ist so ähnlich wie die Aussage der Europäischen Kommission, die sagt: weniger Geld für die Landwirtschaft, aber mehr Leistungen. – Das geht nicht ganz zusammen. Da passt der einleitende Text mit der Linie der Kollegin Gamon nicht wirklich zusammen.
Sie argumentieren – und das haben Sie wirklich sauber gemacht –, wie sich der Pflanzenschutzmitteleinsatz in Österreich von der Menge her in den letzten fünf bis zehn Jahren, also über einen größeren Zeitraum hinweg verändert hat. Sie analysieren ganz treffend, dass der synthetische Pflanzenschutzmitteleinsatz ziemlich konstant geblieben ist. Das ist ein gutes Zeichen und eigentlich ein Zeichen dafür, dass die Anwendung in Österreich in einem erträglichen, in einem ordentlichen Rahmen funktioniert.
Dann argumentieren Sie jedoch, dass es Länder gibt, die den entsprechenden Einsatz ganz dramatisch gesenkt haben. Da wird es zum ersten Mal wirklich kritisch, denn da muss man immer schauen, von welcher Basis ausgegangen wird. Auch wenn die Deutschen den Pflanzenschutzmitteleinsatz um ein Viertel reduziert haben, liegen sie damit immer noch um ein Eckhaus vor uns. Sie argumentieren dann auch, dass die Dänen ihren Pflanzenschutzmitteleinsatz um die Hälfte reduziert haben. Die liegen jetzt mit ihrem aktuellen Niveau eine Spur unter uns. Folgerichtig sagen Sie dann aber auch, dass die eingesetzte Menge nicht der einzige Indikator ist, wenn es um das Risiko für die Gesundheit der Menschen und Tiere geht.
Damit komme ich zu den Analysen der Ages und habe da ein erfreuliches Ergebnis vorzuweisen – jetzt springe ich zu Lebensmittelanalysen, was Pflanzenschutzmittelrückstände betrifft; da habe ich eine sehr positive Nachricht –: Wenn man sich die Lebensmittelanalysen aus den EU-Mitgliedstaaten anschaut, dann liegen 2,4 Prozent dieser Analysen über einem Grenzwert. Wenn man internationale Proben zieht, dann liegen 7,2 Prozent über einem Grenzwert. Wenn man österreichische Proben analysiert, dann liegen bei uns – österreichische Qualität – lediglich 0,6 Prozent der Lebensmittelanalysen über einem Grenzwert. Damit ist die Analyse fix und amtlich bestätigt: Österreichische Qualität ist mit Sicherheit sicher. Und mit Sicherheit gehören unsere Lebensmittel in Österreich zu den saubersten der ganzen Welt. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr - - Entschuldigung, es tut mir leid. Ich habe geglaubt, das war das Schlusswort. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit wäre eh schon aus gewesen!)
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (fortsetzend): Kein Problem! – Dann habe ich eine Aussendung der Ages gefunden, Frau Kollegin Doppelbauer, in der steht drinnen – und das ist dann mein Schlusssatz –: Das größte Risiko – und da reden wir von Obst und Gemüse aus Österreich – ist, zu wenig davon zu essen, weil Obst und Gemüse und die Lebensmittel in Österreich insgesamt zu den besten weltweit gehören.
Dafür ein großes Dankeschön an unsere Bäuerinnen und Bauern, ein großes Dankeschön an die Lebensmittelverarbeiter und ein großes Dankeschön an die Damen und Herren Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich. Wir wissen, wir haben in Österreich bei ihnen einen Stein im Brett, weil die Bindung zwischen Produzenten und Konsumenten in Österreich eine ganz, ganz starke ist. – Danke schön und alles Gute. (Beifall bei der ÖVP.)
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Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Erwin Preiner. – Bitte.
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Klima-
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