Um den Betrieb der Bundesmuseen, der Österreichischen Nationalbibliothek und der Bundestheater sowie die Arbeitsplätze entsprechend zu sichern und um notwendige Planbarkeit herzustellen, ist aus Sicht der unterfertigten Abgeordneten eine Erhöhung der Basisabgeltung nicht erst nach „Corona“ vorzunehmen, sondern bereits im BVA 2021 vorzusehen und auch zu beschließen.
Ein Blick in die Zahlen des Bundesfinanzrahmengesetzes 2021 bis 2024 lässt jedoch wenig Optimismus aufkeimen, was eine Erhöhung der Basisabgeltung betrifft, zumal das Kulturbudget ab 2023 wieder deutlich sinken wird:

Aus den dargelegten Gründen stellen die unterfertigten Abgeordneten nachstehenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, eine Erhöhung der Basisabgeltung für Bundesmuseen, die Österreichische Nationalbibliothek und die Bundestheater bereits ab dem Jahr 2021 sicherzustellen.“
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Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt, ordnungsgemäß eingebracht und steht auch mit in Verhandlung.
Zu Wort gelangt nun Frau Maria Großbauer. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Vielleicht kurz zu meinen Vorrednern: Kollege Drozda, ich verstehe ja, dass Sie das Kulturbudget schlechtreden müssen, vielleicht ja deshalb, weil es Sie ein bisschen ärgert, dass Staatssekretärin Andrea Mayer und auch Finanzminister Blümel etwas geschafft haben, das Sie leider nie erreicht haben, nämlich eine Steigerung des Kulturbudgets in einem Jahr um 30 Millionen Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Kollege Reifenberger, wenn Minister Blümel als Kultur- oder Finanzminister Verantwortung hatte, dann hat das Kulturbudget immer eine Steigerung erfahren – also das der Vollständigkeit halber vorweg.
Ich möchte mich aber an Sie wenden, sehr geehrte Künstlerinnen und Künstler, Kulturmanagerinnen und -manager, Kulturvermittlerinnen, -vermittler, alle, die in der Kunst und Kultur tätig sind. Es ist uns allen bewusst – auch meiner geschätzten Kollegin Eva Blimlinger und auch der Bundesregierung –, die wir uns hier im Parlament sehr, sehr für Sie einsetzen, dass es für Sie in jeder Hinsicht eine enorme Belastung ist. Diese Krise ist für Sie eine enorme finanzielle Belastung, eine psychische Belastung wegen existenzieller Sorgen, vielleicht aber auch deshalb, weil Sie gerade Ihren Beruf, der vermutlich auch eine Berufung für Sie darstellt, nicht ausüben können.
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