Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 465

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Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus wird aufgefordert, die Maßnahme „Soziale Dienstleistungen (SDL)“ auch in den nächsten beiden Über­gangsjahren der GAP im Rahmen des Programms für die ländliche Entwicklung vorzu­sehen und in Höhe entsprechender zu dotieren.“

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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die beiden Anträge sind ordnungsgemäß einge­bracht, ausreichend unterstützt und stehen mit in Verhandlung.

Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Strasser. – Bitte. (Abg. Wöginger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Strasser –: Jetzt erklär ihnen einmal Land- und Forstwirtschaft!)


15.31.13

Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! In diesem Ministerium und auch in diesem Budget ist sehr viel enthalten, was der ländliche Raum braucht. Das sind Maßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft, das sind Maß­nahmen, die den Breitbandausbau und die Digitalisierung betreffen, und das sind Maß­nahmen – eine gute Nachricht für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – rund um die Siedlungswasserwirtschaft. Mit einer Erhöhung dieses Budgets – dieser Budgets! – in Höhe von rund 600 Millionen Euro setzt diese Bundesregierung ein absolut richtiges Zeichen, und es geht in die richtige Richtung. – Danke, Frau Bundesministerin, für die Kompetenz und für dein Engagement für den ländlichen Raum! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.)

Ich darf aber auch zu den Zwischenergebnissen auf europäischer Ebene gratulieren, wenn es um die neue Gemeinsame Agrarpolitik geht. Dazu gab es wichtige Verhand­lungen im Agrarministerrat und auch Beschlüsse im Europäischen Parlament. Damit wird die Selbstversorgung sichergestellt. Es wird sichergestellt, dass wir auch in Zukunft eine Selbstversorgung mit österreichischen und auch europäischen Lebensmitteln haben, sodass in Zukunft Lebensmittel nicht vorwiegend aus Nordafrika oder Südamerika zu uns kommen.

Zweitens ist sichergestellt, dass die Bäuerinnen und Bauern – und wir wollen da auch liefern – mehr für den Klima- und Umweltschutz tun werden; und drittens ist sicher­gestellt, dass es praxistaugliche Programme geben wird, sodass letztendlich auch Bäue­rinnen und Bauern in die Lage versetzt werden, mit ihren Betrieben Einkommen zu erwirtschaften, damit man am Ende des Tages als Betrieb, als bäuerliche Familie nicht zwischen den Tendenzen des Green Deals und dem Kaufverhalten, dem Konsum­verhalten der Menschen sowie der europäischen Handelspolitik aufgerieben wird. – Ein großes Dankeschön auch für dieses Engagement und Gratulation zu diesen Verhand­lungsergebnissen! (Beifall bei der ÖVP.)

Jetzt, liebe Frau Kollegin Ecker, zur SPÖ: Es hat gestern einige spannende Diskus­sions­punkte gegeben. Kollege Wimmer hat eine Tirade gegen uns Bäuerinnen und Bauern losgelassen, und auch Kollege Stöger hat wieder einmal Aussagen rund um unser Pen­sionssystem getroffen, die so einfach nicht stimmen.

 


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