Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 469

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Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Strasser zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Der Stöger war als Erster!)


15.40.33

Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Kollege Schmiedlechner hat mich aus „Top agrar“ damit zitiert, dass die bäuerlichen Betriebe vor die Hunde gehen würden.

Ich berichtige tatsächlich: „Agrarreform: ‚Bäuerliche Betriebe dürfen nicht vor die Hunde gehen!‘“ – Das beschreibt den Zusammenhang, den ich auch in meiner Rede ausgeführt habe.

Peter, wo warst du, als wir die Stalleinbrüche ins Strafgesetzbuch hineinschreiben woll­ten? – Du hast uns im Stich gelassen. (Beifall bei der ÖVP.)

15.41


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Abgeordneter Stöger zu Wort gemeldet. – Bitte.


15.41.14

Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Ministerin! Herr Abgeordneter Strasser hat in seiner Rede behauptet, dass ich gesagt hätte, ich neide den Bauern ihre Pension. – Ganz im Gegenteil, ich habe gesagt (Abg. Schellhorn: Ich berichtige tatsächlich!), dass die SPÖ die Pensionen eingeführt hat.

Außerdem berichtige ich tatsächlich: Er hat gemeint, es stimmt nicht, dass 95 Prozent die Zuschüsse vom Staat sind. Herr Abgeordneter, im Geschäftsbericht der SVB sind 1 759 591 806,41 Euro als Gesamtkosten für die Pension ausgewiesen, daraus ergibt sich ein Staatszuschuss von 1 540 423 754,65 Euro und – das habt ihr vergessen! – eine Partnerleistung von 166 426 884 Euro. Daraus ergibt sich, dass die Mittel zu 95 Prozent aus öffentlichen, aus Steuermitteln kommen.

Zum Dritten, Herr Abgeordneter Strasser – das ist auch eine tatsächliche Berichtigung (Abg. Wöginger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung ...! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – hat etwas bezüglich Berufsunfähigkeitspension behauptet. Diese haben Arbeitnehmer auch; und genau diese Leute, die eine Berufsunfähigkeitspension haben, bekommen die Abschläge, die ihr wieder einführt. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Genau! – Abg. Wöginger: Das stimmt überhaupt nicht, was du da sagst, aber das ist eh nichts Neues! – Abg. Martin Graf: Wo ist denn das Präsidium? – Unruhe im Saal.)

15.43


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Prinz zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Jetzt haben Sie dasselbe wieder gemacht, wie das letzte Mal!)


15.43.42

Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Nur ganz kurz zu Kollegen Stöger (heftiger Widerspruch bei der SPÖ), da er immer wieder behauptet, die bäuerliche Sozialver­sicherung sei von der SPÖ eingeführt worden: Das stimmt nicht! (Anhaltende Zwi­schenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Die bäuerliche Sozialversicherung wurde hier im Parla­ment unter Bundeskanzler Josef Klaus beschlossen, und die ersten Auszahlungen fanden unter Bundeskanzler Kreisky statt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gahr: Jetzt ist es richtiggestellt! – Abg. Vogl: ... das zweite Mal in zwei Tagen, dass Sie das zulassen, Herr Präsident! Nehmen Sie Ihre Vorsitzführung ernst! Das ist purer Wahnsinn! – Abg. Kuntzl: Kennen Sie die Geschäftsordnung nicht? – Abg. Cornelia Ecker: Hat jemand eine Geschäftsordnung für den Präsidenten?! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)

15.44


 


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