Aktuell ist die Lage bei den Trägerorganisationen sehr angespannt. Aufgrund der Covid-Situation gibt es auch dort etliche Ausfälle durch Quarantänemaßnahmen, denn das Virus macht natürlich auch um diese Personen keinen Bogen, wodurch es zu Ausfällen kommt. Es werden laufend Zivildiener gesucht, und das in einer Zeit, in der die Zahl der wehrpflichtigen jungen Männer aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge rückläufig ist. Vielleicht nur ein paar Zahlen dazu: Letztes Jahr sind circa 14 600 Männer als Zivildiener in 1 700 Trägerorganisationen eingesetzt worden. Das sind circa 40 bis 45 Prozent der tauglichen Wehrpflichtigen. Natürlich hoffe ich, dass wir mit der geplanten Einführung der Teiltauglichkeit entgegensteuern und das ausgleichen.
Einen wichtigen Aspekt möchte ich noch ansprechen: Der Zivildienst öffnet natürlich auch Türen zum Ehrenamt. Rund 27 Prozent der Männer bleiben zumindest einige Jahre in ihrer Einrichtung ehrenamtlich tätig, und rund 6 Prozent arbeiten dann sogar hauptamtlich weiter. Daher bin ich auch froh, dass im Budget 2021 die notwendigen Mittel von 60 Millionen Euro für den Zivildienst enthalten sind.
Abschließend möchte ich mich bei dir, geschätzte Frau Ministerin, und bei deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern recht herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam noch viel Gutes für den Zivildienst erreichen werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
17.10
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Franz Hörl. – Bitte.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herzliche Gratulation zu dem, was meine Vorredner schon gesagt haben, und auch zur Budgeterhöhung in Ihrem Ministerium – dem Ministerium, das für unseren ländlichen Raum, für die Täler und Berggebiete in unserem Lande so wichtig ist und in dem Sie durchgehend eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Herzlichen Dank dafür!
Freitag, der 13. März ist für mich ein Albtraum, den ich wahrscheinlich in meinem Leben nicht mehr vergessen werde. Wir haben mit Tirol ein Land zugesperrt, das gerade eine blühende Wintersaison hatte, wir konnten es innerhalb von zwei, drei Tagen zusperren – und ich habe mir nie gedacht, dass wir vielleicht wieder in eine ähnliche Situation kommen werden. Der Sommer war gut, es gab viele Erleichterungen und Begleitmaßnahmen – von der Umsatzsteuerhalbierung bis zum Umsatzersatz –, die diese Bundesregierung geschaffen hat und die uns das Leben in dieser Krise ermöglicht, uns unterstützt und den Standort Österreich auch sicher gehalten haben.
Die Infektionen der letzten Tage haben aber dazu geführt, dass wir uns noch einmal in einem Lockdown befinden und nun vor der Situation stehen, dass wir die Saison möglicherweise nicht starten können. Kollege Hauser hat schon von Planbarkeit gesprochen. Natürlich wäre Planbarkeit wichtig. Alle meine Kollegen fragen danach, aber es herrscht natürlich sehr viel Unsicherheit am Markt. Die Deutschen haben eine aufrechte Reisewarnung mit fünftägiger Pflichtquarantäne nach Rückkehr, sodass wir auch nicht wissen, was in unseren Märkten möglich sein wird. Es wäre allerdings schon gut – und die Frau Kollegin, Tourismussprecherin Neßler, könnte bei ihrem Bundesminister Anschober dafür Sorge tragen –, wenn nicht dasselbe passiert, was im Frühjahr war, als wir zwischen dem Lockdown (Zwischenruf des Abg. Stögmüller) und dem Beginn der Saison sechs Wochen gebraucht haben, um unsere Skigebiete und die Lifte in Betrieb nehmen zu können. (Abg. Leichtfried: Da hast schon recht!) Das darf dieses Mal nicht passieren. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Wir haben nur drei Wochen Zeit.
Nur noch eine Kleinigkeit: Wir reden alle davon, dass Weihnachten möglicherweise nicht stattfindet. Damit Sie ein paar Zahlen haben: Über zwei Drittel der Wintergäste kommen
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