nach Österreich, um Ski zu fahren oder zu snowboarden. 55 Millionen Skifahrertage in Österreich sorgen dafür, dass wir die Nummer eins auf der Welt sind, und wir liegen bei 41 Millionen Nächtigungen. (Ruf: Nummer eins ...!) Der jährliche Bruttoumsatz der Bergbahnbenutzer liegt bei 11,2 Milliarden Euro. Alleine die Mehrwertsteuerleistung beträgt 1,7 Milliarden Euro, die Wertschöpfung liegt bei ungefähr 6 Milliarden Euro. Das ist das eineinhalbfache Budget des Landes Tirol.
Durch die österreichische Seilbahnwirtschaft werden etwa 140 000 Arbeitsplätze gesichert, 17 000 bei den Seilbahnen und noch 100 000 in anderen Branchen. In der Zeit zwischen dem 1.11. und dem 15.1., die wir vor uns haben, also um Weihnachten, geschehen rund 27 Prozent der Ersteintritte. Das heißt, bei einer Verzögerung der Saison bis Mitte Jänner verlieren wir ein Viertel bis ein Drittel der Umsätze. Das sind 3 bis 4 Milliarden Euro (Abg. Schellhorn: ... die Saison ...!) – damit wir wissen, wovon wir reden, und damit man aufhört, leichtfertig mit diesen unseren Unternehmungen zu spielen.
Noch etwas: Bergsteigerdörfer sind nicht als Cashcows bekannt und auch nicht übermäßig ausgelastet. Dort wird grünes Wirtschaften möglich sein, aber ich weiß nicht, ob dabei viele schwarze Zahlen herauskommen. Nur eines sei auch noch klargestellt: Ohne Skiangebot reduziert sich die Wintersaison auf circa 15 Prozent in den Bergdörfern. Wenn man österreichweit die Stadthotellerie dazurechnet, sind es immer noch erst 35 Prozent. Lassen wir also die Kirche im Dorf und den Skifahrer auf dem Berg! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Drozda: Du bist schon zu weit weg! – Abg. Leichtfried: Also die Rede von der Frau Neßler war bei Weitem besser!)
17.14
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Manfred Hofinger. – Bitte.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Bundesminister Köstinger, ich möchte grundsätzlich einmal recht herzlich zu diesem Budget gratulieren. Es ist ein Zeichen von Stabilität für die Landwirtschaft, und das, glaube ich, brauchen wir in dieser Zeit besonders. In den letzten eineinhalb Jahren ist sehr viel gelungen.
Ich möchte die Zeit ein bisschen zurückdrehen – vielleicht eineinhalb Jahre. Damals war nicht sichergestellt, wie es mit den EU-Finanzen ausschaut, wie es mit der Gemeinsamen Agrarpolitik weitergeht. Es war nicht sicher, ob wir österreichweit die Kofinanzierung sicherstellen können, und es war auch nicht sicher, wie wir mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen. Das sind drei wesentliche Punkte, die Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern, gemeinsam mit Ihrem Team mit Ihren Verhandlungen auf EU-Ebene gut erreicht haben – dazu noch einmal herzliche Gratulation. (Beifall bei der ÖVP.)
Ja, wir haben in der Landwirtschaft sehr viele Unsicherheiten und Problemstellungen – coronabedingt, oder siehe auch das Forstpaket im Klimabereich oder auch die Zuckerproduktion in Leopoldsdorf in Niederösterreich. Genau diese Dinge sind wesentlich und wichtig für den Fortbestand unserer Familienbetriebe. Ich möchte dir, Frau Bundesministerin, gratulieren, weil du immer ein Ziel vor Augen hast: die kleinstrukturierten, nachhaltigen und ökologischen Familienbetriebe zu erhalten und für die Konsumenten die Selbstversorgung sicherzustellen – wie zum Beispiel beim Zucker – und somit Lebensmittel zu garantieren, die regional produziert werden. Dies ist, glaube ich, ein ganz wesentlicher Wert, es sind zwei wesentliche Ziele, die wir in der Landwirtschaft verfolgen müssen, und das machst du hervorragend – herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
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