Also: Gut, dass es an den Universitäten mehr Mittel geben wird, aber die Studierenden muss man unterstützen, nicht sekkieren! (Beifall bei der SPÖ.)
18.32
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Eva Blimlinger zu Wort. – Bitte.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Es ist schon bemerkenswert, wie sich Frau Abgeordnete Kuntzl, die ja seit Jahrzehnten, muss man fast sagen, Wissenschaftssprecherin ist, beharrlich der Realität verweigert und immer Dinge behauptet, die schlicht und ergreifend nicht stimmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Sie sollten halt einmal faktenbasiert, das wäre ganz gut, evidenzbasiert argumentieren. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) In der Zeit der Pandemie im letzten Studienjahr hat die Prüfungsaktivität der Studierenden zugenommen, nicht abgenommen, weil es mehr Zeit gab, weil es so aufbereitet war. Ich bin die Letzte, die sagt, man soll Studierende nicht unterstützen. Das Geld, das den Universitäten Gott sei Dank oder Göttin sei Dank mit der nächsten – und ich hoffe, auch mit der übernächsten – Leistungsvereinbarung zugutekommt, ist natürlich für die Studierenden. Es geht darum, die Betreuungsverhältnisse zu verbessern und die guten zu erhalten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.) Deswegen kann es auch mehr Prüfungsaktivität geben.
Bevor Sie behaupten, es würden jetzt die Daumenschrauben angesetzt, wäre es gut, wenn Sie sich nicht nur über Hörensagen informieren, sondern abwarten würden, bis wir die Novelle des UG in Begutachtung schicken. Dann können Sie sich immer noch über Dinge aufregen, die Sie gar nicht wissen, sondern nur angeblich gehört haben.
Zur Behauptung bezüglich der Senatsvorsitzenden, dass das wahnsinnig undemokratisch ist, sage ich nur ein Wort: Wer behauptet, dass der Senat ein demokratisches Organ ist, den muss ich ins 19. Jahrhundert verweisen. Dort gilt nämlich ein Kurienwahlrecht. Es kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein, zu behaupten, dass das demokratisch ist! Es ist ein Organ, in dem diejenigen, die die meisten sind, am geringsten repräsentiert sind. Dort sitzen die Professoren, Professorinnen mit der Hälfte der Stimmen, dabei ist es die geringste Gruppe. Und da sagen die Sozialdemokraten, das ist demokratisch? – Sorry, geht gar nicht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ich muss aber jetzt auf die Pralinenschachtel vom Herrn Minister zurückkommen. Sie ist nicht ganz voll, die Pralinenschachtel, was den Pfad betrifft. Da hätten wir uns – auch du, Herr Minister, glaube ich – mehr gewünscht, aber es ist zumindest so, dass alle Pralinen kriegen, vielleicht nicht zwei oder drei, aber zumindest eine, um auf den Gusto zu kommen, den wir dann weiter damit bedienen. (Abg. Martin Graf: Das sind eher saure Drops!)
Lassen Sie mich noch zwei, drei Punkte sagen, die mir wichtig sind. Mir ist es sehr wichtig, dass – und das ist in der Endphase, wir haben das schon besprochen – die FTI-Strategie und der FTI-Pakt vorangetrieben werden. Da reicht das Spektrum von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Forschung und vom OeAD bis zur Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft, die in dem ganzen Bereich drinnen sind. Ich freue mich, wenn wir da sozusagen die kleine Petitesse-Pralinenschachtel haben – besser als gar keine. Das ist der erste Schritt, um diesen Pfad zu gehen.
Ebenfalls wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, dass Programme wie Sparkling Science fortgesetzt werden. Durch dieses sehr erfolgreiche Programm soll das Interesse der jungen Menschen an Wissenschaft und Forschung geweckt werden. So sollen die
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