Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 644

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Es geht darum, in der Förderpolitik bewusst Akzente zu setzen, um an bestimmten Entwicklungen aktiv partizipieren und im besten Fall auch eine Vorreiterrolle einnehmen zu können. Diese müssen nicht immer nur technischer Natur sein, gerade bei Ihrem Kapitel sehen wir auch, dass es da sehr stark in den Klima- und Umweltbereich geht. Es geht um die Schaffung von Rahmenbedingungen für diejenigen, die gerne tüfteln, forschen und innovieren, damit sie eine geeignete Infrastruktur und wichtige Partner finden, und dabei können wir als öffentliche Hand natürlich bestmöglich unterstützen.

Das Ganze ist auch ein Selbstzweck, das kann man offen sagen: Es geht darum, ein Ökosystem zu schaffen und keine Hemmschuhe; ein Ökosystem, mit dem wir den Umbrüchen, die wir tagtäglich sehen – sei es im Unternehmensalltag oder im Arbeits­alltag, sei es im Bereich der Kundenbindung, der Ökologisierung oder der technischen Entwicklung – tatsächlich begegnen können. Business as usual ist kein Erfolg ver­sprechender Weg, deswegen braucht es einen Geist der Innovation, und in einer Zeit der Krise umso mehr.

Was bedeutet das für das Budget 2021? – Im Aufgabenbereich der Ministerin werden 100 Millionen Euro mehr veranschlagt, insgesamt sind 560 Millionen Euro für Zukunfts­felder wie künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, ICT vorgesehen, aber auch Programme zur Bewältigung der Klimakrise und der Covid-19-Krise sind ganz wesentlich. Es geht um Beteiligungen an europäischen Initiativen wie der European Space Agency, ganz wichtig ist es auch da, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Österreich zu unterstützen. Wie Kollege Deimek gesagt hat, mag das Hauptquartier nicht in Österreich sein – aber jedes Unternehmen, das in Österreich Forscherinnen und Forscher be­schäftigt, leistet einen ganz wesentlichen Beitrag, den wir als Land erbringen können. (Abg. Deimek: ... verbessern!)

Thema sind auch Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die Unterstüt­zung von Ausgründungen aus der Wissenschaft und Umsetzung von Geschäftsideen und Initiativen, außerdem darf natürlich die Förderung von Start-ups nicht vergessen werden.

Insgesamt ist die Steigerung der Mittel – in Ihrem Ressort und in allen weiteren Ressorts, die sich mit Forschung, Innovation und Technologie beschäftigen – durchaus positiv zu bewerten und bedeutet für uns einen guten Weg in die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

14.23


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Yannick Shetty. – Bitte, Herr Abgeordneter.


14.23.22

Abgeordneter Yannick Shetty (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundes­ministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mir gestern Abend die neue Dokumentation von Sir David Attenborough angeschaut. Sie kennen ihn vielleicht, er ist ein weltbekannter Filmemacher, der vor allem durch seine Dokumentationen über die unterschiedlichen Wunder der Natur berühmt geworden ist. Ich weiß, Sie als Regie­rungs­fraktionen nehmen ja von dem, was wir als Opposition sagen, eigentlich gar nichts an – aber vielleicht nehmen Sie sich die Empfehlung zu Herzen, sich diese 90 Minuten anzuschauen. Tun Sie sich den Gefallen und schauen Sie sich den Film an, er ist auf Netflix verfügbar und dauert ungefähr 1,5 Stunden.

Diese Dokumentation ist anders als seine anderen Filme, die bekannt sind. David Attenborough ist 94 Jahre alt und bezeichnet den Film als sein Vermächtnis, mit dem er aufrütteln und aufzeigen will, was zu tun ist, und zwar anhand seines eigenen Lebens.


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