Um auf Projekte einzugehen: Es wird in viele Bahnhöfe investiert, in Tirol, Kollege Weratschnig, in den Bahnhof Schwaz, es wird in Wörgl in den Güterterminal investiert, in Hall wird investiert, in Jenbach entsteht eine neue Park-and-ride-Anlage. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dass wir auch da investieren, dass wir die Nutzung der Bahn möglich machen. Zum Beispiel steht im Rahmenplan ganz klar, dass es bis 2026 in Tirol 7 000 Stellplätze für die Park-and-ride-Benützung geben soll, das sind also ganz gezielte Investitionen und ganz konkrete Ansätze. (Beifall des Abg. Weratschnig.) – Danke, Kollege Weratschnig. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt und natürlich für uns Tiroler von höchster Priorität ist, ist der Brennerbasistunnel, bei dem es – das wurde ja heute schon erwähnt – durchaus immer wieder Rückschläge gibt – aktuell mit dem Baulos in Pfons. Ich bitte Sie höflich, Frau Bundesminister, wir brauchen da möglichst schnell eine Neuvergabe, sodass der Bau wieder zügig vorangehen kann. Es geht dabei um sehr viel, nämlich ganz einfach darum, dass wir diese Infrastruktur brauchen, um den Verkehr zu verlagern.
Wir brauchen aber auch Druck auf Deutschland, was die Zulaufstrecken betrifft, und einen guten Austausch mit Italien. Insgesamt, Frau Bundesminister, sollten wir, wie ich glaube, ganz klar in den Fokus stellen: Der Brennerbasistunnel ist ein europäisches Projekt von Berlin bis Palermo, ein sogenanntes TEN-Projekt, denn – wir haben das heute ja schon gehört – wir haben keine Grenzen, was den Verkehr betrifft, wir brauchen europäische Lösungen.
Insgesamt ist es eine Herausforderung. Wir investieren in die Zukunft, in die Mobilität, in den Klimaschutz. Wir brauchen dazu, glaube ich, einen gemeinsamen Schulterschluss und laden alle zur Zusammenarbeit ein. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
15.00
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Kollross. – Bitte.
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuhörerinnen und Zuhörer! Bevor ich ins Thema einsteige, möchte ich noch eine Anmerkung zu Kollegen Reimon machen, der sich immer sehr gern mit der SPÖ beschäftigt. In nur einem Nebensatz: Wer nicht bereit ist, Menschen nach 45 Jahren Arbeit abschlagsfrei in Pension gehen zu lassen, braucht der FPÖ nicht ArbeitnehmerInnenfeindlichkeit vorzuwerfen. Bitte vor der eigenen Türe kehren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Jetzt zum Thema: Frau Ministerin, ich stehe nicht an, festzuhalten, dass Ihr Budget im Vergleich zu dem, was wir zum Beispiel in der Vorgängerperiode erlebt haben, ein positiver Wurf ist, und dass wirklich ein Wille da ist, im Klimaschutzbereich Maßnahmen zu setzen.
Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt – das wissen Sie natürlich auch selbst. Das weiß auch die grüne Fraktion. Ich möchte konkret einen Punkt als Beispiel herausstreichen, und zwar das 1-2-3-Ticket.
Ich schicke einmal voraus, dass es natürlich eine tolle Sache ist, wenn das 1-2-3-Ticket kommt, selbst wenn es jetzt einmal nur mit 3 beginnt. Die Frage ist: Wird das 1-2-3-Ticket überhaupt kommen? – Das wird am Ende des Tages wahrscheinlich die ÖVP da drüben entscheiden. Gehen wir aber einmal davon aus, dass das 1-2-3-Ticket wirklich kommen und mit 3 beginnen wird. Selbst dann muss man festhalten, dass dies in erster Linie einmal – und das freut mich natürlich für all jene, die bisher Pendlerinnen und Pendler sind und den öffentlichen Verkehr nutzen – ein Fortschritt für all jene ist, die zum
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