Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 662

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die Antwort auf den Klimawandel ein verstärkter Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ist. So verlieren wir nämlich den Titel Feinkostladen in Europa schneller, als uns lieb ist. Es gibt bereits gute technische Alternativen, Frau Ministerin, und ich weiß, in der Frage des Totalverbots von Glyphosat sind wir einer Meinung, nur die großen Blockierer sind leider in den Reihen der ÖVP.

Ein weiterer Ansatz muss es sein, die Digitalisierung in der Landwirtschaft auszubauen. Dies erleichtert nicht nur die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern. Durch neue Techno­logien können Ressourcen besser genutzt und der Umweltschutz vorangetrieben wer­den. Dadurch sinkt auch der Pestizideinsatz und die Ertragssicherheit steigt. Schauen wir zu unseren Nachbarn, vor allem in die Schweiz! Dort gibt es gute Alternativen zum Pestizideinsatz, die vorwiegend technischer Natur sind.

Zusammenfassend: Frau Ministerin, es braucht mehr Geld für die Forschung im Bereich der Landwirtschaft, um unsere heimische Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Für uns alle ist es wichtig, dadurch gesunde Lebensmittel auf unseren Tellern zu haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

15.18


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Abgeordnete Pfurtscheller ist zu Wort gemel­det. – Bitte.


15.19.01

Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Sehr geehrte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zu Beginn meiner Rede möchte ich noch ganz kurz auf Herrn Kollegen Hauser replizieren, der eingangs seiner Rede behauptet hat, dass die FPÖ die Gefährlichkeit des Coronavirus nie geleugnet hätte. Ich muss ihn an das Interview erinnern, das sein Parteichef am 13.5. in der „Presse“ gegeben hat. Da hat dieser nämlich gesagt, Corona sei nur ein Grippevirus und auch nicht gefährlicher. (Abg. Hauser: Ich habe das nie gesagt!) Jetzt kann ja sein, dass die FPÖ etwas dazugelernt hat, das freut uns alle, das kommt selten genug vor, es wäre halt nur schön, wenn sich die FPÖ jetzt auch entsprechend benehmen würde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich möchte mich eingangs bei der Sparte Personenverkehr der ÖBB für die wirklich sehr verlässlichen Verbindungen bedanken, die trotz der Krisen- beziehungsweise Coronazeit immer bestens funktioniert haben, und auch einmal – ich glaube, das wird sehr selten gesagt – für das ausgezeichnete Service des Caterers. Man fühlt sich wirklich bestens betreut, wenn man mit der Bahn fährt.

Sie haben durch die Notvergabe sichergestellt, dass diese Verbindungen im Lockdown eins funktioniert haben. Das hat uns ein bisschen Geld gekostet, 53,7 Millionen Euro für die Westbahn und die ÖBB zusammen, und leider schaut es so aus, als würde es auf­grund des Lockdown zwei noch einmal eine Notvergabe geben müssen. Das haben Sie vorhin in Ihrer Rede erwähnt. Ich denke aber, das Geld ist sehr gut angelegt. Es gibt einfach sehr, sehr viele Nutzer, die äußerst dankbar sind, dass der Takt eingehalten wird, dass man wirklich jede Stunde in einen Zug einsteigen kann und dass sozusagen der öffentliche Verkehr nicht zum Erliegen kommt.

Der zweite Teil meiner Rede bezieht sich auf das Wirkungsziel Nummer 2, das haben schon die Kollegen Litschauer und Himmelbauer angesprochen. Es geht um die Siche­rung der Mobilität, vor allem eben auch um die Sicherung der Mobilität in den ländlichen Regionen. Natürlich hat man, so wie derzeit entlang der Franz-Josefs-Bahn im Wald­viertel, eine große Freude, wenn das Schienennetz ausgebaut wird. Ich komme aus einem Bezirk, in dem der Bahnausbau momentan noch in weiter Zukunft liegt und in dem Autos einfach notwendig sind. Deswegen bin ich sehr froh, dass Sie mehr Geld für die


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