ist, dass die Urlaubsarten Wander- und Skiurlaub – Skiurlaub noch mehr – den geringsten ökologischen Footprint haben. Wir sprechen von 21 Prozent eines Fluges nach Spanien: 21 Prozent der Treibhausgasemissionen eines Fluges nach Spanien macht eine Woche Urlaub in Österreich aus; wenn Sie mit dem Zug kommen, sogar nur noch 7 Prozent. Machen Sie sich da also keine Sorgen! Dazu habe ich auch eine ganz tolle Statistik (ein Balkendiagramm zeigend): Sechs Tage Skifahren verursacht einen gleich großen Fußabdruck wie eine halbe Stunde Jetskifahren auf dem Meer. Ich glaube, da kann man weiterarbeiten. Wir sind mit der ÖBB in Verhandlung – mit Railjet zum Schnee, mit Nightjet zum Schnee –, wir arbeiten da also weiter und sind stolz, dass wir wirklich etwas zusammengebracht haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Für mich ist Ökologie auf lange Sicht zweifellos Ökonomie. Ich bin für ein schrittweises Vorgehen, step by step, und für realisierbare Ziele im Sinne des Standortes und der Arbeitsplätze. Das ist für uns ganz wichtig, denn unsere Industrie, unsere Wirtschaft sind der Motor unseres Wohlstandes. Wir dürfen nie vergessen: Österreich verursacht 0,02 Prozent des Weltklimaproblems, Deutschland 2,2, die Europäische Union 10 Prozent und zahlt 40 Prozent für die Lösung; die Relationen sollten wir also nicht vergessen.
Ich denke, ein Green Deal wird nicht ohne technische Entwicklungen und Innovationen machbar sein, deshalb: Zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf, sorgen wir zuerst für Innovation, für Entwicklung, dann tun wir uns auch bei den Klimazielen leichter. Frau Bundesminister, Sie werden es nicht glauben, die Seilbahnwirtschaft kann Ihnen da ein Vorbild sein! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl gibt Bundesministerin Gewessler eine Tafel mit einer Grafik. – Heiterkeit des Präsidenten Sobotka. – Allgemeine Heiterkeit.)
22.17
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Wünscht der Berichterstatter ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.
Die Abstimmung über diese Tagesordnungspunkte verlege ich an das Ende der Verhandlungen über die Vorlagen des Umweltausschusses.
Bericht des Umweltausschusses über die Regierungsvorlage (406 d.B.): Änderungen des Protokolls von 1998 zu dem Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung betreffend persistente organische Schadstoffe (503 d.B.)
32. Punkt
Bericht des Umweltausschusses über die Regierungsvorlage (467 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Chemikaliengesetz 1996, das Bundeskriminalamt-Gesetz, das Fluorierte Treibhausgase-Gesetz 2009 und das Biozidproduktegesetz geändert werden (504 d.B.)
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir gelangen zu den Punkten 31 und 32 der Tagesordnung, über welche die Debatten unter einem durchgeführt werden.
Zum Vorbringen einer Druckfehlerberichtigung zu Punkt 31 erteile ich der Berichterstatterin, Frau Abgeordneter Rössler, das Wort. – Bitte. (Abg. Rössler: Herr Präsident, muss ich da nach oben?) – Normalerweise oben, aber Sie können heute bitte vom Rednerpult aus sprechen.
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