Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll71. Sitzung, 11. Dezember 2020 / Seite 268

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Das ist wirklich ein sehr großer Vorteil dieser Kollegs und es ist extrem wichtig, um eben diese Nachfrage, wenn wir über Vereinbarkeit von Familie und Beruf reden, irgendwann auch abzudecken. Wir von der Opposition gehen ehrlicherweise gerne von einer Nach­fragesteigerung und nicht von einem Nachfragerückgang aus. Dass die Leute eh ar­beitslos werden und dann selber auf die Kinder aufpassen können, das ist nicht unser Zugang, wenn es um Elementarpädagogik geht, denn es geht um hochqualitative Bil­dung. Wir wollen Kinder in Bildungseinrichtungen sehen, weil es um hochqualitativen Unterricht und Dinge geht, die beigebracht werden, und das ist wichtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)

Wir reden aber auch von schlechten Arbeitsbedingungen, Teilzeitanstellungen, extrem schlechter Bezahlung und oftmals auch noch zu großen Gruppengrößen. All diese Dinge verursachen prekäre Anstellungsverhältnisse, in denen eben genau diese Systemerhal­terinnen und Systemerhalter tagtäglich arbeiten. Deswegen sagen wir eines ganz klar: Her mit dem Ausbau der Kollegs, her mit gescheiten Arbeitsbedingungen und her mit einer ordentlichen Bezahlung für Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Künsberg Sarre.)

Wir hätten dem Antrag gerne zur Mehrheit verholfen; die Regierungsparteien haben es anders entschieden. Leider haben wir als Opposition keine Mehrheit. Ich glaube den­noch, wir bleiben gemeinsam dran: Mehr qualitative Elementarpädagogik für unser Land! Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Küns­berg Sarre.)

17.12


Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Romana De­ckenbacher. – Bitte.


17.12.41

Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesmi­nister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Zu diesem Tagesord­nungspunkt gibt es zwei Anträge. Mit einem davon fordert Herr Kollege Rauch, dass die Ausbildungslücke im Bereich Elementarpädagogik in der Region Südsteiermark bis Herbst 2021 geschlossen werden soll.

Herr Kollege Rauch! Ja, diese Situation ist zu verbessern. Das ist auch unser Ziel und da sind wir ganz klar bei Ihnen, denn als oberösterreichische Wienerin liegt mir natürlich auch die Südoststeiermark am Herzen. Damit es aber nicht wieder zu einem Missver­ständnis kommt, möchte ich hier noch einmal erklären, warum wir im Ausschuss gegen diesen Antrag gestimmt haben.

Schon im Juni hat das Bildungsministerium eine Initiative in die Wege geleitet, einen Standort in der Südoststeiermark zu schaffen, und dessen Umsetzung in Gang gesetzt. Herr Kollege Rauch! Ja, Mureck wurde bereits für ein berufsbegleitendes Kolleg seitens des Bildungsministers bestätigt. (Beifall bei der ÖVP.)

In einem weiteren Antrag, der unsere Zustimmung findet, sagen wir auch ganz klar, dass es unser Ziel ist, die Ausbildung der angehenden Elementarpädagoginnen und ‑pädago­gen zu stärken. Das Kollegangebot muss an den Bildungsanstalten für Elementarpäda­gogik entsprechend ausgebaut werden, um eben auch die Möglichkeit eines Berufsein­stiegs für Quereinsteigerinnen zu eröffnen, denn die Praxis zeigt, dass sich immer mehr Menschen im zweiten Bildungsweg zu dieser Ausbildung bereit erklären.

Eines ist nämlich klar – ja, Frau Kollegin Holzleitner, das sage ich auch hier gerne wie­der : Die elementarpädagogischen Einrichtungen sind die erste Bildungseinrichtung un­serer Kinder, und deswegen tragen sie eine ganz große Verantwortung. Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

17.14


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Walter Rauch. – Bitte.


 


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