Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll71. Sitzung, 11. Dezember 2020 / Seite 339

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Da ist jeder einzelne Schritt einer in die richtige Richtung, und wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass das noch stärker und noch intensiver umgesetzt wird, dass vor allem unsere jungen Menschen für den Arbeitsmarkt gut vorbereitet sind. Insofern braucht es auch die Kooperation mit dem Bildungsminister, mit dem Sozialminister und auch mit der Wirtschaftsministerin.

Es geht beispielsweise auch darum, die Aufwertung der Lehre gemeinsam umzusetzen, auch junge Talente vor den Vorhang zu holen. Euroskills zum Beispiel wartet schon darauf, dass die große Veranstaltung in Österreich stattfinden kann. Selbstverständlich haben wir auch bei der Coronakurzarbeit die Lehrlinge mit inkludiert, sie unterstützt, weil es darum geht, die Jugendlichen bestmöglich und breit zu unterstützen.

Ich möchte hinsichtlich Beteiligung und Engagement aber auch die gesamten Jugendor­ganisationen hervorheben. Die Beteiligung ist da groß. Der ehrenamtliche Mitarbeits- und Mitgestaltungsbereich ist ein solch wichtiger und zentraler. Wenn ich nur an meine eigene Jugendzeit denke, in welch unterschiedlichen ehrenamtlichen Organisationen ich tätig sein durfte, sei es beim Musikverein, aber auch im Schülervertretungsbereich, bei dem man schon ganz viel lernt. Was mir besonders wichtig ist: Das ist für jede Ju­gendliche und jeden Jugendlichen zugänglich. Da unterstützt uns auch intensiv die of­fene Jugendarbeit, weil es darum geht, Jugendpolitik zu gestalten, vor allem mit der di­rekten Einbeziehung von Jugendlichen.

Deshalb sind diese Realitychecks auch so wichtig, weil wir da einen strukturierten Pro­zess aufgesetzt haben, bei allen Maßnahmen auch Jugendliche direkt miteinzubezie­hen, weil wir Politik für Jugendliche machen. Dementsprechend ist es wichtig, die Ju­gendlichen in diesem Involvierungsprozess von Betroffenen zu Beteiligten zu machen.

In diesem Sinne stellen wir sicher, dass auch jedes Jugendziel im Zuge dessen, dass wir die Jugendlichen miteinbinden, sozusagen in der Praxis hinsichtlich Nachhaltigkeit und Treffsicherheit herausgefordert wird. Wir stehen in vielen Gesprächen mit den Ju­gendlichen und ich freue mich auch auf weitere, die stattfinden, denn gerade das ist es, was es jetzt braucht.

Insofern ist wichtig, dass wir die Vision verfolgen, mit der Österreichischen Jugendstra­tegie Mut zu geben, Perspektive zu geben und Unterstützung zu ermöglichen, die ei­genen Talente weiter zu entfalten, aber auch vorab einmal überhaupt zu identifizieren. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)

In diesem Sinn ist es aber auch wichtig, dass die Jugendstrategie flexibel bleibt. Wir sehen das heuer in diesem Ausnahmejahr der Coronapandemie: Flexibilität hat noch mehr an Wichtigkeit und an Bedeutung gewonnen, und gerade deshalb werden wir auch die Jugendstrategie mit den Zielen, aber auch mit den konkreten Maßnahmen immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten adaptieren.

Wir unterstützen die Jugendlichen zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortli­chen Leben. Die Jugendlichen sind nicht nur unsere Zukunft, sondern sie sind jetzt hier, und wir unterstützen sie und euch jetzt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

21.02


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Prinz. – Bitte.


21.02.22

Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Nur in gebotener Kürze eine Bemerkung: Lieber Kollege Shetty, es ist das Recht der Jugend, dass man ein bisschen das Salz im Sauerteig ist, es ist aber manchmal vielleicht auch eine Frage der Lebenserfahrung und der Wertschätzung ge­genüber anderen Menschen, wie man die Formulierungen wählt. Vielleicht kann man da in Zukunft von deiner Seite ein bisschen vorsichtiger sein – um das sehr höflich zu for­mulieren. (Beifall bei der ÖVP.)

 


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