Hand. Wenn wir heute sagen, wir wollen die überbetrieblichen Lehrwerkstättenplätze aufstocken, sodass es für junge Menschen, die vorher keine Ausbildung hatten, auf einmal einen Platz gibt, dann liegt das hier in unserem Entscheidungsbereich.
Liebe Frau Ministerin, Sie haben jetzt gerade sehr viel über die Jugendstrategie allgemein gesprochen, Sie haben auch ein paar aktuelle Maßnahmen der Regierung angesprochen, aber was für konkrete Ziele Sie haben und wie es mit dieser Jugendstrategie nun weitergehen soll, dazu haben Sie kein einziges Beispiel genannt.
An dieser Stelle zitiere ich nun auch die Bundesjugendvertretung, die mit ihrer Expertise im Ausschuss klargestellt hat, die Jugendstrategie braucht mutige, große Ziele. Ich schlage ganz einfach eines vor: Beenden wir die Jugendarbeitslosigkeit in diesem Land, und zwar jetzt!
Somit komme ich auch schon zum Abschluss. Ich denke, ganz viele Ziele, die in der Jugendstrategie definiert sind, von Ehrenamt über Bildung zu Medienkompetenz, sind gut, da unterstützen wir Sie, aber auf die konkreten Maßnahmen wird es ankommen. Ich bitte Sie auch – das haben wir schon diskutiert und da gab es noch keine klare Zusage ‑, dass wir wirklich regelmäßige Berichte bekommen, um festzustellen, ob die Jugendstrategie ausreicht, ob sie greift oder ob wir nachschärfen müssen; ich wiederhole das hier nochmals. Ich bitte Sie darum, denn ich denke, im Sinne der jungen Menschen wäre das sinnvoll.
Und ein allerletzter Satz, weil wir immer hören, man muss das Ehrenamt stärken, man muss den jungen Menschen etwas zutrauen: Es wurde die Landjugend erwähnt, die macht wirklich immer wieder ganz tolle Projekte. Ich durfte da einiges kennenlernen. Wenn man es aber ernst meint und diese Organisationen wirklich unterstützen will, dann passt man endlich auch ihr Fördergeld an, denn das ist seit Jahren nicht passiert, das wird jährlich immer weniger. Das ist auch ein Punkt, den wir heute hier beschließen könnten, wenn wir es mit den jungen Menschen ernst meinen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
21.08
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Wünscht die Berichterstatterin ein Schlusswort? – Dem ist nicht so.
Die Abstimmung findet erst im Anschluss an die Verhandlungen über die anderen Vorlagen des Ausschusses für Familie und Jugend statt.
Bericht des Ausschusses für Familie und Jugend über die Regierungsvorlage (378 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Arbeitsverfassungsgesetz und das Post-Betriebsverfassungsgesetz geändert werden (557 d.B.)
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir gelangen zum 66. Tagesordnungspunkt.
Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Plakolm. Das Wort steht bei ihr. – Bitte sehr.
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Diese Woche ist eine gute Woche für die Jugendpolitik: die Erhöhung der Zuverdienstgrenze für alle berufstätigen Studierenden, der Achtpunkteplan für den digitalen Unterricht, um unsere Schulen zukunftsfit zu machen,
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite