Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll117. Sitzung, 8. Juli 2021 / Seite 195

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schätze das überaus große Engagement der Frau Abgeordneten Kucharowits, möchte aber schon sagen, dass der Fair-Pay-Prozess begonnen wurde und dass es auch schon konkrete Ergebnisse gibt, und das quasi vom ersten Tag an. Schon von meiner Vor­gängerin Ulrike Lunacek wurde der Fair-Pay-Prozess im Sinne von konkreten Unterstüt­zungsleistungen begonnen. Bereits 2020 wurde 1 Million Euro Fördergeld für alle Branchen unter dem Titel Fair Pay zweckgewidmet. Dasselbe haben wir auch 2021 gemacht.

Zum Beispiel haben wir die Förderung von IG Netz, das dafür sorgt, dass es Anstel­lungen im Theaterbereich gibt, um 200 000 Euro erhöht und damit fast verdoppelt und, und, und. Wir haben die Stipendien erhöht, das ist auch eine Fair-Pay-Maßnahme. Wir haben die Förderung von Kulturinitiativen um 750 000 Euro erhöht und auch das ist eine Maßnahme, die zu Fair Pay beiträgt.

Es stimmt einfach nicht, dass nichts passiert. Es passiert sehr viel. Mir ist das Thema schon in meiner Zeit als Sektionschefin immer ein großes Anliegen gewesen, und jetzt haben wir nicht nur die Förderungen erhöht, sondern einen komplexen Prozess gemein­sam mit allen Bundesländern aufgesetzt, in dem wir gemeinsame Kriterien und Grund­lagen erarbeiten, die wir dann gemeinsam zugunsten der österreichischen Künstlerinnen und Künstler und der Erwerbstätigkeit und der gerechten Bezahlung umsetzen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

18.27


Präsidentin Doris Bures: Nun ist Frau Abgeordnete Martina Diesner-Wais zu Wort gemeldet. – Bitte.


18.27.18

Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Wir diskutieren heute die Aufstockung des Fonds für eine Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstlerinnen und Künstler. Norbert Lammert meinte schon: „Kunst und Kultur sind nicht die sympathische Nische unserer Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.“ – Ich denke, dem kann man nur zustimmen.

Wir haben in Niederösterreich sehr viele Sommertheater, deren Aufführungen gerade stattfinden. In meiner Heimat gibt es das nördlichste Theater des Waldviertels, das Wald4tler Hoftheater. Es ist immer für die Besucher und für alle in der Region inter­essant, dort zu sein. Man sieht tolle Künstler, verbringt einen schönen Abend, und man kann ihn dann noch im Hof bei einem Lagerfeuer ausklingen lassen.

Das haben die Menschen vermisst. Wir brauchen die sozialen Kontakte, die Kunst und die Kultur, und daher freut es mich, dass jetzt die Zahlen so gut sind und dass der Impffortschritt so weit ist, dass wir wieder öffnen konnten.

Es waren schwierige Zeiten für die Kultur und für die Künstler und Künstlerinnen, aber wir haben sie gut unterstützt. Das zeigt auch der Kunst- und Kulturbericht von 2020: Rund 450 Millionen Euro Fördermittel plus 220 Millionen Euro Covid-Fördermittel sind an die Kultur und an die Kulturschaffenden gegangen.

Ich spreche oft mit den Künstlern, und sie sagen mir, der Beginn ist noch ein bisschen schwierig. Besonders für junge Künstler, die noch nicht so bekannt sind oder die nur kleine Arbeitsaufträge haben, ist es noch nicht so einfach. Daher ist es gut, dass wir heute diesen Fonds aufstocken.

Die ÖVP ist schon immer für die Künstler und Künstlerinnen da gewesen und hat sie unterstützt. Da möchte ich mich besonders bei unserer Kultursprecherin Maria Großbauer bedanken, denn sie hat sich da sehr eingesetzt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)

 


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