Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll117. Sitzung, 8. Juli 2021 / Seite 226

HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite

facto fast jährlich. Wir sind irgendwann einmal beim Jahr 2028 gewesen, die jüngsten Zahlen sagen, Fertigstellung 2034 – das sind noch 14 Jahre –, und wer weiß, wann der Tunnel wirklich fertig wird.

So gesehen ist die Prüfung einer Tunnelvariante unbedingt notwendig. Dieser Wunsch wurde – und wird auch durch mich – an Sie herangetragen.

Ich habe dazu auch eine parlamentarische Anfrage gestellt. Ich möchte noch einmal auf die Frage 10 zu sprechen kommen, ich habe Sie gefragt: Warum hat man sich gerade für die Brückenlösung entschieden? – Bei all den Punkten, die in dieser parlamen­ta­rischen Anfrage aufgezählt werden, gehen Sie nicht auf eine mittel- und langfristige Lösung ein. Sie sagen, dass die Brückenvariante während der Bauphase durchaus ein Vorteil für die Bevölkerung ist, die langfristige, die mittelfristige Variante aber wird nicht angesprochen. Selbstverständlich ist es unstrittig, dass langfristig einzig und allein ein Tunnel die Bevölkerung entlasten wird, auch wenn man bedenkt, dass allein der Lkw-Transitverkehr im Jahr 2020 wieder 2,3 Millionen Fahrten erreicht hat. Das waren Zahlen wie vor Corona, und es wird nicht weniger werden. Deswegen ist dieser Wunsch der Bevölkerung seriös zu prüfen.

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, bitte unterstützen Sie auch diesen Ent­schließungs­antrag der Freiheitlichen Partei, der der Bevölkerung helfen wird! – Ich danke namens der Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)

20.11

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

des Abgeordneten Mag. Gerald Hauser

und weiterer Abgeordneter

betreffend kein Neubau der Luegbrücke gegen den Willen der Bevölkerung

eingebracht in der 117. Sitzung des Nationalrates, XXVII. GP, am 8. Juli 2021 im Zuge der Debatte zu TOP 18, Bericht des Verkehrsausschusses über die Regierungsvorlage (936 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesstraßengesetz 1971 geändert wird (998 d.B.)

Die Luegbrücke auf der Brennerautobahn (A13) soll laut ASFINAG neu gebaut werden. Start 2022, Dauer fünf Jahre. Die Planung dafür läuft schon seit Jahren. Im November 2019 haben sich die Chefs der Tiroler Regierungsparteien ÖVP und Grüne noch gegen den Neubau der schon fertig geplanten Luegbrücke ausgesprochen. Man könne nicht gegen den Willen der Anrainer im Wipptal entscheiden, die einen Tunnel bevorzugen, so LH Platter und LHStv Felipe. (https://tirol.orf.at/stories/3023876/).

Nach aktuellen Medienberichten ist aber nun eine Tunnellösung endgültig vom Tisch. Die Tiroler Tageszeitung berichtete am 7.4.2021.

Für die Asfinag ist die Diskussion rund um die dringend notwendige Sanierung der Luegbrücke beendet. Die Autobahnholding schließt den Bau eines Tunnels aus und hält an ihrem Plan fest, die Brücke neu zu bauen. Dazu wurde sogar ein Enteignungs­verfahren gegen die Gemeinde Gries eingeleitet, die sich vehement gegen den Neubau wehrt und der Asfinag die Inanspruchnahme von dafür notwendigem Grund untersagt.

Nach wie vor gibt es auch massive Bedenken der betroffenen Wipptaler Bevölkerung. Dazu warnt nun auch noch der Geologe und Universitätsprofessor Rainer Brandner:

 


HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite