Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll117. Sitzung, 8. Juli 2021 / Seite 261

HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite

Testanmeldung war. All diese Plattformen haben allesamt meistens nicht funktioniert und waren höchst teuer, und in all diesen Bereichen gibt es auch oft eine Open-Source-Lösung, die daliegt.

Wir haben ganz aktuell das Thema grüner Pass, bei dem wir auch vonseiten der Bundesregierung wieder viel zu spät waren (Abg. Obernosterer: Na, na, na!), und auch bei diesem gab es die Möglichkeit, einfach auf eine Open-Source-Lösung zu gehen, beispielsweise eine in Österreich auf der FH Hagenberg entwickelte, die großartig gewesen wäre, die schnell einsatzfähig gewesen wäre und mit der wir uns sehr viel erspart hätten.

Darüber hinaus ist natürlich auch das Thema Sicherheit immer ein großes, und gerade diese Open-Source-Lösungen sind viel besser geprüft, weil halt verschiedenste Per­sonen, die sich damit auseinandersetzen, den Code testen und ihn laufend weiterent­wickeln – man spart also auch Weiterentwicklungskosten. Dementsprechend wäre das durchaus etwas Sinnvolles, sinnvoll einerseits im Sinne der Sicherheit, andererseits im Sinne der Effizienz.

Es geht doch um das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, weswegen ich mir sehr wünschen würde, dass die Regierungsparteien noch einmal in sich gehen und ihr Abstimmungsverhalten ändern. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)

22.15


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Minister Schramböck. – Bitte sehr.


22.15.57

Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Ich möchte zuerst auf das Thema digitale Bildung und auf das Thema digitale Kompetenzen der Menschen in Österreich eingehen. Ja, da braucht es noch weitere Entwicklung, und ja, da ist noch gemeinsam viel zu tun, denn es ist die Grund­lage. Wenn man diese digitalen Kompetenzen nicht hat, dann fällt man zurück, dann kann man nicht mitmachen. Wir haben das in der Covid-Zeit jetzt gesehen, die auch etwas ausgelöst hat, nämlich dass sich dessen viele bewusst geworden sind und nun mitmachen wollen.

Da Sie es eben angesprochen haben, ist es mir in diesem Rahmen auch wichtig zu sagen, dass wir in diesem Bereich schon viele Maßnahmen gesetzt haben. Es gibt eine Allianz für Digitale Skills, es gibt eine Plattform Fit4Internet, die auf einem wissen­schaft­lich basierten Kompetenzmodell, das in der gesamten EU geteilt wird, beruht. Wir sind das erste Land in Europa, das einen digitalen Selfcheck anbietet. 50 000 Ös­ter­reiche­rinnen und Österreicher haben den gemacht. Auf der Plattform finden sie auch gratis, also ganz niederschwellig, Zugang zu entsprechenden Kursen und Schulungen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Braucht es vor allem für die Älteren in Österreich noch mehr? – Ja. Wir wurden beim Kaffee digital durch zwei Ereignisse unterbrochen, ich nenne nur eines davon, das war die Covid-Krise – das andere Ereignis ist nach einer Insel benannt. Wir haben das Kaffee digital in einen Bereich verlegt, in dem auch die ältere Generation mitmachen kann, nämlich in den Bereich TV, da konnten sie das sehen, und es gab auch entsprechende Sendungen, die sie in diesem Zusammenhang unterstützt haben. Jetzt, wo es wieder aufgeht und wir wieder mehr tun können, werden wir auch diese Themen wieder stärker angehen.

Zu Once Only: Es war immer ein Anliegen von mir, eine Basis für die unterschiedlichsten Themenbereiche zu schaffen, dass wir uns durch die unterschiedlichsten Behörden­gänge durcharbeiten können. Ich möchte Sie erinnern – ich sage das jedes Mal wieder –,


HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite