Operationssaal, darüber hinaus können diese Personen dann auch Unterstützungsleistungen etwa im Schockraum, ganz besonders in der Endoskopie, aber auch in der technischen Aufbereitung der verschiedenen Gerätschaften übernehmen.
Es ist auch von der Einbettung in ein Gesamtkonzept gesprochen worden: Das ist in das Medizinische Assistenzberufe-Gesetz eingebettet, und es werden ja dabei noch ein paar andere Gesetze berücksichtigt; so wird diese Berufsgruppe, die eine Eigenständigkeit hat, auch ins Gesundheitsberuferegister aufgenommen.
Ganz besonders wichtig ist, dass es betreffend die Ausbildung in dieser Berufsgruppe eine doppelte Durchlässigkeit gibt. Was meine ich mit doppelter Durchlässigkeit? – Das eine ist, dass Menschen, die bisher eine Operationsassistenzausbildung absolviert haben, die Möglichkeit haben, in die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz einzusteigen, indem sie dort bereits im zweiten Ausbildungsjahr beginnen können; das heißt, es gibt eine Durchlässigkeit von unten. Mindestens ebenso wichtig ist: Dieses neue Berufsbild der operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten wird auch ins Berufsreifeprüfungsgesetz aufgenommen, das heißt, diese Berufsgruppe hat dann auch die Möglichkeit, in Richtung Berufsreifeprüfung zu gehen und damit Hochschulreife zu erreichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte diese Gelegenheit nützen, um mich bei allen Menschen in den verschiedenen Gesundheitsberufen, die in den Operationssälen zusammenarbeiten, zu bedanken und ihnen zu wünschen, dass sie möglichst bald wieder in einen regulären Betrieb übergehen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Und Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, möchte ich betreffend dieses OTA-Gesetz um breite Zustimmung bitten; diese Berufsgruppe hat es verdient. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
20.59
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer Stellungnahme hat sich nun Herr Bundesminister Dr. Wolfgang Mückstein zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Dr. Wolfgang Mückstein: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Mit der Schaffung des neuen Berufsbildes des operationstechnischen Assistenten/der operationstechnischen Assistentin setzen wir eine langjährige Forderung im Gesundheitsbereich um.
Mit dieser Regierungsvorlage wird ein moderner und zukunftsfähiger Beruf für das Setting OP geschaffen. Dieser neue Beruf trägt den Bedürfnissen des Gesundheitswesens Rechnung, insbesondere im OP-Bereich, und leistet einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Österreich.
Das Berufsbild und der Tätigkeitsbereich des operationstechnischen Assistenten soll das Setting OP umfassen, aber nicht nur: Es soll ebenfalls möglich sein, in der Notfallambulanz, im Schockraum und in der Endoskopie zu arbeiten, aber auch in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte. Darüber hinaus werden auch Regelungen geschaffen, um die Karrieremöglichkeiten zu erweitern, es gibt eine Durchlässigkeit von der operationstechnischen Assistenz in Richtung Assistenzberufe und Operationsassistenz.
Ich möchte abschließend noch erwähnen, dass der Beruf des operationstechnischen Assistenten auch in das Gesundheitsberuferegister eingetragen wird. Die Entwicklung dieses neuen Berufes wird damit im Rahmen der Gesundheitsversorgung transparent
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