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Jährliche Gedenksitzung zum "Tag gegen Gewalt und Rassismus"

Entsprechend einer Entschließung des Nationalrates und einer gleichlautenden Entschließung des Bundesrates aus dem Jahr 1997 wird der 5. Mai – der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen – als Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus begangen.

9. Mai 2016

Opfer des nationalsozialistischen Terrors war Marko Feingold, der Ehrengast des Gedenktags 2016. Er überlebte die Haft in verschiedenen Konzentrationslagern des NS-Staats. Nur Zufällen sei dies geschuldet, erzählt der 103-jährige Zeitzeuge. Nationalratspräsidentin Bures würdigte seinen unermüdlichen Einsatz, das Vergangene vor dem Vergessen zu bewahren und damit insbesondere junge Menschen zu ermutigen, den Gefährdungen der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens entgegenzutreten.

Im Gespräch mit Danielle Spera, der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, richtete Feingold eine Botschaft an die Anwesenden: "Für mich gibt es nur die Demokratie", bekräftigte der langjährige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg die Lehren aus seinen Erfahrungen mit der NS-Diktatur.

Einen künstlerischen Beitrag zum Gedenken leistete die Schauspielerin Anne Bennent, kongenial begleitet von Akkordeonist Otto Lechner. Das Künstlerehepaar interpretierte die Todesfuge von Paul Celan, eines der bekanntesten Gedichte über den Holocaust. Voller Sehnsucht nach Leben in Freiheit sind die Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger, die 18-jährig in einem Zwangsarbeitslager zu Tode kam. Zum Abschluss trug Anne Bennent Texte von Ilse Aichinger vor. Sie erinnern anhand von Wiener Straßen und Plätzen an das Schicksal von Juden und Jüdinnen.

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2015

Am 5. Mai vor 70 Jahren befreiten US-amerikanische Truppen das Konzentrationslager Mauthausen. Das Parlament beging deshalb den Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Zentrum standen dabei die Überlebenden der NS-Verbrechen. BurgschauspielerInnen lasen aus der Produktion „Die letzten Zeugen“. Sie gibt Einblicke in die erschütternden Erinnerung der Überlebenden Rudolf Gelbard, Lucia Heilman, Suzanne-Lucienne Rabinovici und Ari Rath. Die Schriftstellerin Christine Nöstlinger hielt die Gedenkrede.

Die vier ZeitzeugInnen meldeten sich im Rahmen der Lesung zu Wort. Sie betonten, es sei ihre Pflicht, die Erinnerung an das Geschehene am Leben zu halten und an die nächsten Generationen weiterzugeben. Information sei der beste Schutz vor einer Wiederholung der Geschichte. „Erzählt davon, übernehmt den Kampf gegen die Lügen, das Vergessen und für die Erinnerung“, forderte Rabinovici die Anwesenden auf.

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2014

Der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen, wurde heuer zum siebzehnten Mal im Parlament begangen. Der Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundesratspräsident Michael Lampel folgten die Regierungsspitze, zahlreiche ParlamentarierInnen und Gästen aus dem In- und Ausland. Karl Schwarzenberg, ehemaliger tschechischer Außenminister, forderte in seiner berührenden Gedenkrede nicht nur Worte des Erinnerns, sondern Taten und einen offenen Umgang mit Minderheiten jeder Art.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen heuer die Werke von verfemten, vertriebenen oder ermordeten Musikerinnen und Musikern. Zur Aufführung gelangte die Kinderoper "Brundibár" von Hans Krása, die im KZ Theresienstadt den Kindern ein kleines Stück Freude in Mitten des schrecklichen Lageralltags bot. Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien haben die Oper aufgeführt. Dirigiert hat Andreas Penninger. Regie führte Beverly Blankenship.

Der Journalist Michael Kerbler sprach mit den Zeitzeuginnen Dr.in Eva Herrmannová und Dr.in Dagmar Lieblová über deren Kindheit im Konzentrationslager Theresienstadt. Beide haben in der Oper "Brundibár" als Darstellerinnen mitgewirkt.

Unterpunkte anzeigen 4. Mai 2012

Aus Anlass des jährlichen Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hielt das Parlament eine Gedenksitzung auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundesratspräsident Gregor Hammerl ab.

Im Zentrum des Gedenkens standen 2012 die Opfer der NS-Euthanasie, die auch auf dem Gebiet des heutigen Österreich zu Zehntausenden in Tötungsanstalten ermordet wurden. An die Geschichte der Opfer und TäterInnen erinnerten die Rednerinnen Brigitte Bailer, Leiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, und Brigitte Kepplinger, stellvertretende Obfrau des Vereins Schloss Hartheim. Der Schauspieler Tobias Moretti zeichnete mit Lesungen aus Briefen der Opfer und deren Verwandten sowie aus Aussagen der TäterInnen ein Bild der erschütternden Schicksale und der Unbegreiflichkeit der Verbrechen.

Die Gedenkveranstaltung besuchten auch die TeilnehmerInnen des Jugendprojektes, die ihre Arbeiten und Gedanken zum Thema NS-Euthanasie in der Säulenhalle des Parlaments präsentierten.

Musikalisch umrahmt wurde der Gedenktag 2012 durch den Musiker und Komponisten Otto Lechner am Akkordeon sowie das Streicherquartett Adamas.

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2011

Zu dem am 5. Mai jährlich stattfindenden Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus luden Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundesratspräsident Gottfried Kneifel zur Gedenkveranstaltung in den Historischen Sitzungssaal des Parlaments. Als Festrednerin wurde heuer die in Wien geborene KZ-Überlebende Autorin und Literaturwissenschafterin Ruth Klüger empfangen.

Bereits im Vorfeld arbeiteten 63 Jugendliche aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten im ehemaligen KZ Mauthausen und dessen Nebenlagern an einem Projekt zum Schwerpunktthema "Netzwerk des Terrors", dessen Ergebnis als Film präsentiert wurde.

Umrahmt wurde der Gedenktag durch musikalische Beiträge des Chor- und Instrumentalensembles der Musikschule Linz unter der Leitung von Thomas Mandel.

Der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus wird seit 1998 jährlich am 5. Mai – dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen – begangen. Grundlage für den Gedenktag bilden gleichlautende Entschließungen des Nationalrates und des Bundesrates aus dem Jahr 1997.

 

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2010

Die Gedenkveranstaltung im Parlament am 5. Mai 2010 stand ganz im Zeichen der so genannten "Mühlviertler Hasenjagd". Vor 65 Jahren, im Februar 1945 , "jagten" und ermordeten Angehörige des nationalsozialistischen Regimes mit Hilfe von Zivilisten hunderte aus dem KZ Mauthausen entflohene sowjetische Häftlinge. Im Rahmen des Projekts "Wegzeit" begaben sich SchülerInnen und Lehrlinge in den vergangenen Monaten auf die Spuren dieser beispiellosen Hetzjagd. Die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung wurden bei der Gedenkveranstaltung nicht nur in Form eines kurzen Films präsentiert, sie flossen auch in die Sonderausgabe der Zeitung "Demokratiewerkstatt Aktuell" ein. Sowohl Nationalratspräsidentin Barbara Prammer als auch Bundesratspräsident Peter Mitterer und Zweiter Nationalratspräsident Fritz Neugebauer knüpften in ihren Reden an das Projekt der Jugendlichen an. Es gehe nicht bloß um die Sammlung von Wissen, sagte Neugebauer, es gehe auch um die Aneignung von Werten und Haltungen wie Respekt, Toleranz und Zivilcourage. Prammer warnte vor Tendenzen, Feindbilder aufzubauen und Angst gegenüber Fremden sowie Hass zu schüren, und verwies sowohl auf die Verantwortung jedes Einzelnen als auch auf die Verantwortung der Politik. Wladyslaw Bartoszewski, ehemaliger polnischer Außenminister und Publizist, mahnte einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Vergangenheit ein.

 

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2009

Die Gedenkveranstaltung im Parlament am 5. Mai 2009 widmete sich zwei Schwerpunkten. Unter dem Titel "Gedenken ist mehr als Erinnerung – Vom 'Begräbnis der menschlichen Würde' zur Unteilbarkeit der Menschenrechte" wurde zum einen die Gedenkkultur in Österreich einer kritischen Analyse unterzogen und zum anderen an die Gründung des Europarats vor genau 60 Jahren erinnert. Demokratie baue auf Prinzipien wie Toleranz, Respekt gegenüber Minderheiten und Zivilcourage auf, betonte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in ihrer Gedenkrede und hob die Bedeutung eines breiten moralischen Grundkonsenses hervor. Zweiter Nationalratspräsident Fritz Neugebauer unterstrich die Verpflichtung jedes/r Einzelnen zum Handeln und zum Aufbegehren gegen Gleichgültigkeit. Bundesratspräsident Harald Reisenberger verwies auf die Verantwortung der Politik, Bundespräsident Heinz Fischer bekräftigte, es gehe darum, sich zu Werten und Prinzipien zu bekennen.

Für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung sorgte das "aron quartett". Es spielte Streichquartette von Hanns Eisler und Viktor Ullmann.

PDF Ansprache (Wortlaut) PK-Meldung Fotos
Programm / PDF, 408 KB Prammer PK0377/2009 Gedenktag
  Reisenberger    
  Neugebauer    
  Fischer    

 

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2008

Kinder und Jugendliche als Opfer des Nationalsozialismus standen im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung im Parlament anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus am 5. Mai 2008. In Lesungen literarischer Texte und unveröffentlichter Lebensgeschichten durch SchauspielerInnen des Volkstheaters und der Installation "Memento" der Ars Electronica Linz wurden Schicksale von Betroffenen vergegenwärtigt. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer betonte in ihrer Ansprache, die Verfolgung in der NS-Zeit habe viele Gesichter gehabt, eineinhalb Millionen jüdische Kinder wurden umgebracht. Bundesratspräsident Helmut Kritzinger hob die Notwendigkeit hervor, Gewalt und Rassismus aktiv entgegen zu treten.

Den musikalischen Teil der Gedenkveranstaltung gestalteten Kinder des Jugendorchesters der Werkskapelle Laufen-Gmunden-Engelhof. Sie spielten speziell arrangierte Werke von Ernst Krenek, Hans Gal und Walter Arlen. Bereits am Vortag des Gedenktags lud Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gemeinsam mit dem Volkstheater, dem Nationalfonds der Republik Österreich und der Österreichischen Gesellschaft für Literatur zu einer Matinee ins Parlament.

PDF Ansprache (Wortlaut) PK-Meldung Fotos
Programm / PDF, 918 KB Prammer PK0392/2008 Gedenktag
  Kritzinger   Matinee

Unterpunkte anzeigen 4. Mai 2007

Die Gedenkveranstaltung im Parlament aus Anlass des zehnten Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus stand unter dem Leitgedanken "Widerstand 1938 bis 1945 – Zivilcourage heute". Diesem Leitgedanken entsprechend wurden eine ORF-Produktion zum Thema "Frauen im Widerstand" sowie ein gemeinsam von Parlament und Unterrichtsministerium produzierter Kurzfilm mit Jugendlichen mit dem Titel "Zivilcourage ist..." gezeigt. Darüber hinaus moderierte ORF-Journalist Rudolf Nagiller ein Gespräch mit den beiden Widerstandskämpfern Alfred Ströer und Oskar Wiesflecker sowie dem Vizepräsidenten des Dokumentationszentrums des Österreichischen Widerstandes Gerhard Kastelic.

In ihren Gedenkreden hoben Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Bundesratspräsident Manfred Gruber und Zeithistoriker Oliver Rathkolb die Bedeutung von Widerstand und Zivilcourage hervor und erinnerten daran, dass es lange Zeit gebraucht habe, bis die WiderstandskämpferInnen in Österreich entsprechend gewürdigt worden seien. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung vom Ensemble Klesmer Wien, das traditionelle Klesmermusik und Jiddische Volkslieder spielte.

PDF Ansprache (Wortlaut) weitere PK-Meldungen Fotos
Parl. Transparent / PDF, 1654 KB Gruber PK0333/2007 Gedenktag
Programm / PDF, 282 KB Prammer PK0330/2007  

Unterpunkte anzeigen 10. Mai 2006: Gedenkveranstaltung des Bundesrates

Am 5. Mai wurde in Österreich zum neunten Mal der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Aus diesem Anlass hielt der Bundesrat eine Gedenkveranstaltung ab, an der neben Bundespräsident Heinz Fischer auch zahlreiche weitere VertreterInnen aus der Politik teilnahmen. Der Bundesrat gedenke der Opfer von gestern und heute, erklärte Bundesratspräsidentin Sissy Roth-Halvax, egal in welcher Form und wo auch immer grausame Unterdrückung, Gewalt und Terror auftreten. Sie wertete es als Aufgabe der Politik, aus der Geschichte die richtigen Schlüsse zu ziehen. Frank Hoffmann trug Auszüge aus dem Buch "Die Akte Wiesenthal" von Alan Lewy vor, Elisabeth Orth verlas einen Text von Jaroslava Moserova, die darin ihre Erinnerungen an die Niederschlagung des Prager Frühlings aufarbeitet.

PDF Ansprache (Wortlaut) weitere PK-Meldungen Fotos
    PK0436/2006 Gedenkveranstaltung

Unterpunkte anzeigen 27. April 2006: Gedenksitzung des Nationalrates

Nationalratspräsident Andreas Khol, die Zweite Präsidentin Barbara Prammer und der Dritte Präsident Thomas Prinzhorn waren die Hauptredner bei der Gedenksitzung des Nationalrats gegen Gewalt und Rassismus. Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. April erinnerte Khol in seiner Ansprache an die geänderte Einstellung zur Geschichte und sah den Verdrängungsmechanismus außer Kraft gesetzt, u. a. durch die Errichtung des Nationalfonds. Gleichzeitig unterstrich er die Verpflichtung zur Erinnerung, denn vergessen heiße, der Geschichtslüge Vorschub zu leisten. Zweite Präsidentin Prammer ging besonders auf das Schicksal der Frauen in den Konzentrationslagern ein und betonte, das Leugnen der NS-Gräuel dürfe nicht salonfähig gemacht werden. "Wehret den Anfängen!" lautete auch die Botschaft des Dritten Präsidenten Thomas Prinzhorn. In der anschließenden Debatte kam neben den Klubobleuten je eine weitere Rednerin/ein weiterer Redner pro Fraktion zu Wort.

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Protokoll / PDF, 841 KB Prammer PK0372/2006 Gedenksitzung
  Khol PK0367/2006  

Unterpunkte anzeigen 4. Mai 2005

Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit dem Titel "Wege der Versöhnung – 10 Jahre Nationalfonds" stand die Tätigkeit des Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus.

Nationalratspräsident Andreas Khol betonte, Österreich wolle mit dem Nationalfonds, dem Versöhnungsfonds und dem Allgemeinen Entschädigungsfonds seiner Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus auf österreichischem Gebiet nachkommen. Abseits der geleisteten Zahlungen sei es eine dauerhafte Aufgabe des Nationalfonds, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen wach zu halten und das Leid der Opfer anzuerkennen. Hauptredner der diesjährigen Gedenksitzung war der ehemalige Vize-Außenminister und Sondergesandte der USA für Restitutionsfragen Stuart Eizenstat.

PDF Ansprache (Wortlaut) PK-Meldung Fotos
Programm / PDF, 426 KB Eizenstat PK0342/2005  
Parlament transparent / PDF, 1617 KB Pehm    
  Steiner    
  Jahoda    
  Eckhaus    
  Schaumayer    
  Eizenstat II    
  Khol    
  Khol II    
  Khol III    

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2004

Der diesjährige Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus stand im Zeichen der Roma. Neben dem Präsidenten des Nationalrates Andreas Khol thematisierten Bundesratspräsident Jürgen Weiss und Rudolf Sarközi, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma, in ihren Ansprachen die Verfolgung der Roma und Sinti während des NS-Regimes. Nach dem Lied "Und die Geigen verstummten", gespielt von der Hans Samer Band, lasen Frank Hoffmann und Christine Sztubics Texte mit Bezug zur Volksgruppe der Roma. Vom Leidensweg der Roma im Nationalsozialismus berichtete auch ein Text von Kathi Horwath, während das Märchen "Die große Liebe", das die Künstler auf Deutsch und auf Romanes vortrugen, von der kraftvollen Poesie der Roma zeugte. Abgeschlossen wurde das Kulturprogramm mit "Ghelem, Ghelem", der Hymne der Roma. Parallel zur Gedenkveranstaltung wurde im Hohen Haus auch eine Ausstellung zum Thema "Ein Jahrzehnt Roma-Politik in Österreich" gezeigt.

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  Weiss PK0312/2004  
  Sarközi PK0051/2004  
  Khol PK0042/2004  

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 2003

Der Präsident des Nationalrates Andreas Khol eröffnete die bereits zum 5. Mal im historischen Sitzungssaal des Parlamentsgebäudes stattfindende gemeinsame Gedenksitzung des Nationalrates und des Bundesrates mit einer kurzen Ansprache. Daran anschließend folgte die Aufführung des Werkes von Franz Schubert "Tow Lehodos"- Psalm 92 in hebräischer Sprache durch das Kantoralensemble Wien unter der Leitung des Dirigenten Rami Langer sowie eine Lesung von Miguel Herz-Kestranek unter dem Motto "Vergiss das Wort, vergiss das Land" – Flucht und Exil im Spiegel vertriebener österreichischer Literatur.

Vor der Abschlussrede des Präsidenten des Bundesrates Herwig Hösele erfolgte die Aufführung von "Glaube, Hoffnung und Liebe" von Franz Schubert, durch das Kantoralensemble Wien. Die Gedenksitzung wurde mit der ersten Strophe der Bundeshymne beendet.

PDF Ansprache (Wortlaut) weitere PK-Meldungen Fotos
  Hösele PK0265/2003  
  Khol PK0250/2003  

Unterpunkte anzeigen 3. Mai 2002

Der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus 2002 wurde mit einer Rede von Nationalratspräsident Heinz Fischer eröffnet. Danach folgte die Aufführung von Werken von Ernst Krenek und Arnold Schönberg durch das Ensemble Trio Plus Wien sowie eine Lesung von Elisabeth Orth aus den autobiografischen Aufzeichnungen des Kommandanten in Auschwitz Rudolf Höß.

Der berüchtigte Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau Rudolf Höß (1900-1947) schrieb während seiner Haft eine autobiografische Skizze, in der er sich reuelos zu seinem Handeln als Kommandant bekennt. Diese Autobiografie gehört zu jenen Texten, die Hannah Arendt dazu veranlassten, von der "Banalität des Bösen" zu sprechen. Abgeschlossen wurde der Gedenktag mit einer Rede der Präsidentin des Bundesrates Uta Barbara Pühringer.

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  Fischer PK0318/2002  
    PK0317/2002  
    PK0313/2002  
    PK0299/2002  

Unterpunkte anzeigen 4. Mai 2001

In der Präsidialkonferenz wurde kein Konsens über die Programmfolge für die Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im Jahr 2001 erzielt, sodass diese Veranstaltung über Einladung von Bundespräsident Thomas Klestil am 4. Mai 2001 im Redoutensaal der Wiener Hofburg stattfand.

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    PK0327/2001  

Unterpunkte anzeigen 4. Mai 2000

Im Mittelpunkt des dritten Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus stand das "Faction-Drama" "Pogrom - Der Wirtschaftsthriller". Dabei handelte es sich um das dramatisierte Stenogramm einer "Besprechung über die Judenfrage", die am 12. November 1938 im Reichsluftfahrtsministerium abgehalten worden war und an der u. a. Reichsmarschall Göring, Propagandaminister Goebbels, der Chef der Sicherheitspolizei Heydrich, Wirtschaftsminister Funk sowie der "Reichsbeauftragte Österreich" Bürckel und der ehemalige österreichische Handelsminister Fischböck teilnahmen. Der Inhalt dieser Unterredung weist bereits auf die "Wannsee-Konferenz", bei der die "Endlösung der Judenfrage" zum Programm erhoben und die Schoa beschlossen wurde, hin. Es spielten Erwin Steinhauer, Heinz Weixelbaum, Thomas Maurer, André Pohl, Oliver Stern, Georg Schuchter, Herbert Föttinger und Martin Gesslbauer. Regie führte Thomas Gratzer.

Die Gedenkreden hielten Nationalratspräsident Heinz Fischer und der ehemalige Außenminister der Republik Polen Wladyslaw Bartoszewski, der als Ehrengast zur Gedenkveranstaltung eingeladen worden war.

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  Bartoszewski PK0238/2000  
  Fischer PK0237/2000  
    PK0231/2000  

Unterpunkte anzeigen 4. Mai 1999

Wie bereits 1998 bildete eine zeitgenössische Oper den künstlerischen Höhepunkt des Programms. Der aus Dresden stammende Komponist Udo Zimmermann dirigierte seine Kammeroper "Weiße Rose" in einer Produktion der Wiener Staatsoper mit Ildiko Raimondi und Hans Peter Kammerer in den Rollen von Sophie und Hans Scholl.

Darüber hinaus wurde in der Säulenhalle eine Ausstellung des Malers Adolf Frankl (1903-1983) gezeigt. Der Künstler, ein Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, zeigt in seinen Werken, wohin Hass, Rassismus und Intoleranz führen, wobei sein erklärtes Ziel lautet, zu sozialem Frieden und zur Versöhnung beizutragen. Umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung durch Reden von Nationalratspräsident Heinz Fischer und Bundesratspräsident Gottfried Jaud.

PDF Ansprache (Wortlaut) PK-Meldung Fotos
    PK0216/1999  

Unterpunkte anzeigen 5. Mai 1998

Im Rahmen dieses ersten Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus gelangte die Oper "Das Tagebuch der Anne Frank" von Grigori Frid zur österreichischen Erstaufführung. Die musikalische Leitung hatte dabei Asher Fisch, Inszenierung und Bühnenbild stammten von Erwin Piplitz, die Rolle der Anne Frank wurde von Anat Efraty gesungen.

Eröffnet wurde dieser Gedenktag durch eine Ansprache des Präsidenten des Nationalrates Heinz Fischer, der insbesondere die beiden wesentlichen Elemente des Gedenktags hervorhob: einerseits das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und andererseits die Botschaft für Gegenwart und Zukunft als klare Absage an Gewalt und Rassismus. Zum Abschluss der Veranstaltung sprach der Präsident des Bundesrates Ludwig Bieringer.

PDF Ansprache (Wortlaut) PK-Meldung Fotos
    PK0288/1998