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Parlamentarische Versammlung des Europarats

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war sich eine Vielzahl europäischer Politiker bewusst, dass eine weitere Katastrophe durch die Integration Europas vermieden werden muss. Die britische Re­gierung lud im Mai 1949 neun Staaten zu einer Konferenz nach London ein. Als Ergebnis wurde die Satzung des Europarats geschaffen.

Ziele und Aufgaben des Europarats

Unterpunkte anzeigen Für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

Der Europarat ist eine zwischenstaatliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen­rech­te, Rechtsstaatlichkeit und parlamentarische Demokratie durchzusetzen und zu schüt­zen. Er ist um die Harmonisierung sozialer Standards bemüht und widmet sich insbesondere auch der Bildung und der Kultur. Zentrales Anliegen ist die Stärkung der Zusammenarbeit auf politischem, wirt­schaft­lichem, sozialem, kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet. Die Angleichung der diesbezüglichen rechtlichen Standards soll dazu dienen, die Entwicklung seiner Mitgliedstaaten zu fördern.

Österreich – Mitglied seit 1956

Österreich ist seit 1956 Mitglied des Europarats und übernahm seither wichtige Funktionen:

Dreimal wurden Österreicher zu Generalsekretären des Europarats (Lujo Tončić-Sorinj 1969 – 1974, Franz Karasek 1979 – 1984, Walter Schwimmer 1999 - 2004) und zweimal zu Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung gewählt (Karl Czernetz 1975 – 1978, Peter Schieder 2002 - 2005).

Zudem war der damalige Innsbrucker Bürgermeister Herwig van Staa von 2002 bis 2004 Präsident des Kongresses der Gemeinden und Regionen.

Unterpunkte anzeigen Die europäische Perspektive nach dem Krieg

Unterpunkte anzeigen Die Institution des Europarats

Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten

Unterpunkte anzeigen Weitere Informationen zur Europäischen Menschenrechtskonvention

Zusammensetzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption - GRECO

Der Europarat gründete 1999 die Staatengruppe gegen Korruption (GRECO). Ziel war es, die Kor­rup­tion europaweit zu bekämpfen. Österreich ist seit 2006 Mitglied der aus 49 Ländern bestehenden Grup­pe. Die Empfehlungen an die einzelnen Staaten erarbeitet ein Evaluierungsteam, das sich aus Ex­per­ten und Expertinnen anderer Mitgliedsländer und einem Vertreter oder einer Vertreterin des GRECO-Sekretariats zusammensetzt.

Die Europahymne: 50-Jahr-Jubiläum am 19. Jänner 2022

Auf Vorschlag der Parlamentarischen Versammlung des Europa­rates hat - nach einer entsprechenden Entscheidung des Minister­komitees - der Europa­rat am 19. Jänner 1972 den vierten Satz der IX. Symphonie („Die Ode an die Freude“) von Ludwig van Beethoven zur Europa­hymne erklärt. Herbert von Karajan wurde mit der musikalischen Verwirklichung beauftragt und spielte die offizielle Fassung am 5. Juli 1972 mit den Berliner Philharmonikern ein. Erst seit 1985 ist das Stück auch die Hymne der Europäischen Union.

Drei Österreicher waren an der Realisierung einer Europa­hymne maßgeblich beteiligt, nämlich der damalige General­sekretär des Europa­rates Dr. Lujo Toncic-Sorinj, der Dirigent Herbert von Karajan und das damalige Mitglied des Bundes­rates aus der Steiermark Dr. Josef Reichl.