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ZeitzeugInnen in der Demokratiewerkstatt

Während des ganzen Jahres 2013 kommen anlässlich des 75. Jahrestages der Annexion Österreichs durch Nazi-Deutschland ZeitzeugInnen dieser Epoche in der Zeitreisewerkstatt zu Wort und berichten Jugendlichen ihr persönliches Schicksal.

Nachlese

12. Dezember, Zeitzeugin Erika Kosnar in der Demokratiewerkstatt

Als am 12. März 1938 der Vater nach Hause kam, sank er in den Sessel und meinte zu Frau und Tochter „Jetzt ist alles aus!“, erinnerte sich Erika Kosnar (*1932) für die Schülerinnen und Schüler der 4D Klasse des BG/BRG Perchtoldsdorf, Roseggergasse 2-4. Man hat mir, fuhr sie fort, der damals Sechjährigen dann beigebracht „Du musst wegen der Spitzel jedes Wort auf die Waagschale legen!“.

Unterpunkte anzeigen 12. November, Zeitzeugin Lucia Heilman in der Demokratiewerkstatt

"Die materielle Not in Wien war in den 1930-er Jahren ungeheuer groß. Als dann Hitler versprach, dass alles besser wird, war die Begeisterung der Menschen enorm", schilderte Dr. Lucia Heilman (*1929) den SchülerInnen der 6C-Klasse des BRG Linzerstraße, 1140 Wien. Die Zivilcourage eines Freundes der Familie rettete Frau Heilman das Leben. Sie überlebte Nazi-Terror und Krieg in einem winzigen Versteck.

Unterpunkte anzeigen 7. November, Zeitzeuge Gideon Eckhaus in der Demokratiewerkstatt

„Ja, ich kann euch über die brennenden Bücher im November 1938 leider wirklich etwas erzählen“, führte Gideon Eckhaus, Vorsitzender der Pensionisten aus Österreich in Israel, in Richtung der Schülerinnen und Schüler der 6A-Klasse des Evangelischen Gymnasiums, 1110 Wien, aus. Und, so der Zeitzeuge, er habe noch immer das „Mit Juden will ich nichts mehr zu tun haben!“ in den Ohren.

Unterpunkte anzeigen 22. Oktober, Zeitzeuge Marko Feingold in der Demokratiewerkstatt

„Am 15. März 1938 standen nur Hitler und ich am Heldenplatz“, erinnerte sich der im 101. Lebensjahr stehende Zeitzeuge Marko Feingold (*1913) zu den Schülerinnen und Schüler der 6D-Klasse BRG Linzerstraße, 1140 Wien, und er meinte ironisch, „denn der Rest der Anwesenden trug eine Tarnkappe und konnte sich später nicht mehr erinnern, jemals dort gewesen zu sein“.

Unterpunkte anzeigen 11. Juni, Zeitzeugin Freda Meissner-Blau in der Demokratiewerkstatt

"Lasst Euch politisch nicht verführen", warnte Freda Meissner-Blau (*1927) die SchülerInnen der 7B Klasse des Gymnasiums St. Ursula, Franz-Asenbauergasse 49, 1230 Wien, und schilderte ihre persönlichen Erfahrungen als junges Mädchen in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts.

Unterpunkte anzeigen 4. Juni, Zeitzeuge Prof. Dr. Wilfried Daim in der Demokratiewerkstatt

„Gott sei Dank, stand ich auf der richtigen Seite, und damals war ich so alt wie ihr heute!“, meinte der Zeitzeuge Prof. Dr. Wilfried Daim (*1923) zu den Schülerinnen und Schüler der 5B Klasse des Bundesgymnasiums Franklinstraße 26, 1210 Wien, und erzählte wie sich in seiner Heimatpfarre in Wien-Hernals Widerstand gegen die Nazis formierte.

Unterpunkte anzeigen 28. Mai, Zeitzeugin Eva Dutton in der Demokratiewerkstatt

Die aus Neusiedl am See stammende Zeitzeugin Eva Dutton, geb. Rosenfeld (*1925), erzählte den Schülerinnen und Schülern der 5B des BG Laaer-Berg-Straße, 1100 Wien von ihren Erfahrungen im Jahr 1938 und dem Nationalsozialismus.

Unterpunkte anzeigen 7. Mai, Zeitzeugin Prof. Dr. Gertrude Schneider in der Demokratiewerkstatt

Die Historikerin Dr. Gertrude Schneider, geb. Hirschhorn (*1928), gab den Schülerinnen und Schülern der 4G des BG/BRG 3180 Lilienfeld, Klosterrotte 1, Einblick in unbeschwerte erste Kinderjahre in Wien, die 1938 ein jähes Ende fanden.

Unterpunkte anzeigen 5. März, Zeitzeuge Prof. Ari Rath in der Demokratiewerkstatt

Ari Rath (*1925), ehemaliger Chefredakteur der "Jerusalem Post", erinnerte sich im Gespräch mit der 7A Klasse des BG/BRG Haizingergasse 37, 1180 Wien, an den 12. März 1938 in Wien als "Samstagfrüh große Hakenkreuzfahnen von den öffentlichen Gebäuden, aber auch von vielen Privathäusern und Wohnungen wehten".

Unterpunkte anzeigen 12. Februar, Zeitzeugin Käthe Sasso in der Demokratiewerkstatt

Käthe Sasso, geb. Smudits (*1926), meinte zu den Schülerinnen und Schülern der 3GF der Berufsschule für Handel und Administration, Panikengasse 31, 1160 Wien, dass es ja "meine freie Entscheidung war, mit 16 Jahren in den Widerstand zu gehen". Und "ich hatte ja Augen im Kopf und hab immer hin- und nie weggeschaut!“

Unterpunkte anzeigen 29. Jänner, Zeitzeuge Friedrich Zawrel in der Demokratiewerkstatt

Friedrich Zawrel (*1929) schilderte der 6B des BG8, Jodok-Fink-Platz 2, 1080 Wien, seinen Leidensweg als "Spiegelgrund"-Kind und erinnerte sich, dass der 15. März 1938 in der Wiener Innenstadt "ein einziges Volksfest war", wo alle auf Hitlers Besuch warteten, und der neunjährige Fritz Angst hatte, "von der Masse zerdrückt zu werden".

Unterpunkte anzeigen 15. Jänner, Zeitzeuge Dr. Otto Gschöpf in der Demokratiewerkstatt

Der Biologe Dr. Otto Gschöpf (*1927) erzählte den SchülerInnen der 4B der Musikhauptschule Wendstattgasse 5, 1100 Wien, wie sehr in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts Armut und Arbeitslosigkeit die Menschen in seiner Umgebung prägten.