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Nachlese

Das österreichische Parlament ist immer wieder Schauplatz spannender und interessanter Veranstaltungen. Einen kurzen Überblick sowie weiterführende Informationen zu Anlässen, die bereits stattgefunden haben, finden Sie hier.

Unterpunkte anzeigen Vortrag von Prof. Dr. Horst Köhler, Präsident der Bundesrepublik Deutschland a.D: Zwischen Enttäuschung und Verheißung: Gedanken zu Vergangenheit und Zukunft der Vereinten Nationen

Horst Köhler ist als ehemaliger deutscher Bundespräsident (2004-2010) und ehemaliger geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds ein intimer Kenner der internationalen Politik. Zuletzt arbeitete er im High Level Panel des VN-Generalsekretärs zur neuen globalen Entwicklungsagenda mit. In seinem Vortrag sprach er über die Widersprüche und Konflikte, mit denen die Vereinten Nationen seit ihrer Gründung konfrontiert sind, und machte deutlich, weshalb eine starke VN für das Überleben der Menschheit so wichtig wäre.

Begrüßung

Karlheinz Kopf
Zweiter Präsident des Nationalrates

Einleitende Worte

Dr. Wolfgang Schüssel
Bundeskanzler a.D.
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen

Vortrag

Prof. Dr. Horst Köhler
Präsident der Bundesrepublik Deutschland a.D.

Unterpunkte anzeigen Demokratisches und undemokratisches Sprechen. Das Parlament als Demokratie in Aktion
Democratic and undemocratic language. The parliament as democracy in action

Im Fokus der Tagung stand das Verhältnis von Demokratie und Sprache in der Politik mit Schwerpunkt auf Parlamentsdebatten und Demokratieentwicklung. Das parlamentarische Plenum wurde dabei als spezifische öffentliche Arena untersucht, die Standards des Sprachgebrauchs und somit einer politischen (Sprach-)Kultur setzt. Vorträge nationaler und internationaler WissenschafterInnen unterschiedlicher Disziplinen analysierten die Bedeutung parlamentarischer Rhetorik für die Konstruktion nationaler Identität. Im Vordergrund standen dabei politische Exklusionsstrategien, beispielsweise antisemitische oder antifeministische Äußerungen, die (normative) Demokratieverständnisse in Frage stellen.

Details finden Sie auch auf der Projekthomepage http://parlamentsrhetorik.univie.ac.at/aktivitaeten/internationale-tagung/

The conference investigated the relationship between democracy and language of politics with a special focus on parliamentary debate and the development of democracy in post-fascist societies. The conference sought to research the plenary as a specific aspect of the public political sphere and as a standard setting arena for political (language) culture. Papers analysed the role of parliamentary rhetoric in the construction of national identity. Furthermore, they explored ‘undemocratic’ processes of othering such as anti-Semitic rhetoric and stereotyping or anti-feminist utterances which challenge (normative) visions of democracy.
For further details visit http://parlamentsrhetorik.univie.ac.at/en/activities/international-conference/

10. Dezember 2015

10:30 Uhr
Kaffeeempfang / reception

11:00 Uhr
Begrüßung/Greeting
Dr.in Susanne Janistyn-Novák
Parlamentsvizedirektorin/Deputy Secretary General

11:30 - 13:30 Uhr
Panel 1: Democracy in parliament

Mittagspause / lunch break

14:30 - 16:00 Uhr
Panel 2: Political culture in parliament

Kaffeeempfang / reception

16:30 - 18:00 Uhr
Panel 3: Parliamentary debates

11. Dezember 2015

09:30 Uhr
Kaffeeempfang / reception

10:00 - 12:00 Uhr
Panel 4: Constructions of the demos

Mittagspause / lunch break

14:00 - 15:30 Uhr
Panel 5: Post-fascist democracy 1

Kaffeeempfang / reception

16:00 - 17:30 Uhr
Panel 6: Post-fascist democracy 2

Abschlussdiskussion / discussion

Unterpunkte anzeigen Theatersolo "Feuerseele – sie kämpfte für den Frieden"

"Feuerseele" kehrte zurück
Das Theatersolo über die große österreichische Friedenskämpferin und Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner feierte im Parlament im März 2014 seine Premiere. Danach fanden über hundert Auftritte in ganz Österreich, in vielen europäischen Städten und im Rahmen einer Welttournee statt: Im Iran, vor den Vereinten Nationen bei der Friedenskonferenz in Auckland und bei zahlreichen Theaterfestivals präsentierte Maxi Blaha die englischsprachige Version des Stückes.

Am 16. November 2015 trat die Künstlerin gemeinsam mit dem E-Bassisten Georg Buxhofer als Abschluss ihrer Welttournee nun erneut im Parlament auf.

Begrüßung

Dr. Harald Dossi
Parlamentsdirektor

Aufführung

"Feuerseele – sie kämpfte für den Frieden"
Theatersolo mit Musik über Bertha von Suttner

Mitwirkende

Schauspiel: Maxi Blaha
Live-Musik: Georg Buxhofer
Stück: Susanne Felicitas Wolf
Regie: Alexander Hauer
Kostüme: Moana Stemberger
Sessler-Verlag, Wien

Unterpunkte anzeigen Enquete "Die Zukunft des baukulturellen Erbes"

Das gebaute Erbe Österreichs
Der Bestand an unter Schutz stehenden Denkmälern umfasst per Ende 2014 laut BDA 37.597 Objekte, über ganz Österreich verteilt. Zusätzlich gibt es noch nicht unter Schutz stehende, aber Ortsbild und/oder Kulturlandschaft prägende Gebäude in ebenfalls großer Zahl. All diese Objekte zusammen bilden das „gebaute Erbe Österreichs“. Dieses stellt einen unverzichtbaren Bestandteil unserer nationalen Identität und Geschichte dar. Beispielhaft sei erwähnt, dass drei Viertel aller Touristen wegen diesem baukulturellen Erbe Österreich besuchen und nicht etwa wegen Sonne oder Wasser!
Druck durch Normen und Gesetze
Die Thematik ist auch deshalb aktuell, da durch eine Vielzahl von Gesetzen und Normen der Druck auf die Eigentümer, Planer und Verantwortlichen laufend wächst (Energiesparverordnungen, Baunormen, fehlende Bauerleichterungen, fehlende steuerliche Anreize für Eigentümer, etc.). Ziel der Enquete war es, Problemlagen auch im internationalem Vergleich aufzuzeigen und konkrete Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu präsentieren.

Begrüßung

Prof. Gottfried Kneifel
Präsident des Bundesrates

Impulsreferat

Situationsanalyse und Großwetterlage
Univ.-Prof. Dr. Wilfried Lipp

Landeskonservator a.D.

Aus der Praxis des Denkmalpflegers, Realität und Optionen
Prof. Dr. Egon Greipl
Generalkonservator a.D. und Stadtrat der Stadt Passau

Erhaltung des baukulturellen Erbes, internationale Vergleiche
Prof. Albrecht Konecny
Bundesrat a.D., Wien

Normen: Nutzungshilfe oder Beschränkung
Mag. Reinhold Sahl
Burghauptmann

Behandlung von praktisch ertragslosem Eigentum
Dr. Johannes Kyrle
Obmann Land&Forst-Betriebe, Niederösterreich

Zusammenfassung

Ziele moderner und sanfter Bewirtschaftung des baukulturellen Erbes
Dr. Georg Spiegelfeld-Schneeburg
Präsident der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich

Schlussworte und Moderation

Prof. Gottfried Kneifel
Präsident des Bundesrates

Unterpunkte anzeigen Der Kampf geht immer weiter! Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Bürgerrechtlerin, Philosophin und Humanwissenschafterin Angela Davis

In den 1960er und 70er Jahren war sie die Ikone der amerikanischen und internationalen Linken. Als sie im Zuge eines politisch motivierten Prozesses 488 Tage in kalifornischen Gefängnissen saß – der Gouverneur von Kalifornien hieß damals Ronald Reagan – kamen Solidaritätsbekundungen und Unterstützung aus der ganzen Welt.

Die in Birmingham/Alabama geborene Bürgerrechtlerin, Philosophin, Humanwissenschaftlerin und Schriftstellerin war Professorin an der University of California in Santa Cruz in den Fachbereichen "Geschichte des Bewusstseins" und "Feministische Studien" und ist mittlerweile emeritiert. Politisch ist sie nach wie vor aktiv. Weder Rassismus noch Sexismus seien überwunden, sagt Davis, im Gegenteil: nach wie vor seien amerikanische Gefängnisse ein Disziplinierungs- und Diskriminierungs-Instrument der amerikanischen Gesellschaft.
In der Reihe „Zeitgenossin im Gespräch“ – einer Kooperation zwischen Nationalratspräsidentin Doris Bures und der Ö1 Sendereihe „Im Gespräch“ – sprach Renata Schmidtkunz mit Angela Davis über die jüngsten Unruhen in den USA, die politische und gesellschaftliche Neuordnung des Nahen Ostens, das mögliche Ende der repräsentativen Demokratie, die Macht des Geldes und die Zukunft Europas.

Begrüßung

Doris Bures
Präsidentin des Nationalrates

Einleitende Worte

Dr. Alexander Wrabetz
ORF-Generaldirektor

Mag.a Renata Schmidtkunz, Leiterin der Ö1 Sendereihe "Im Gespräch", sprach mit
Prof.in Dr.in Angela Davis

Unterpunkte anzeigen Vom Kommentieren zum Mitregieren - gibt es eine neue Macht der Medien?

In unserer Mediendemokratie haben Journalistinnen und Journalisten großen Einfluss darauf, wie die Menschen die Welt sehen. Diese Rolle verleiht den Medien Macht. Im Idealfall nutzen sie diese, um über die Regierenden und Herrschenden kritisch zu berichten. Der deutsche Politikwissenschafter Thomas Meyer konstatiert jedoch in seinem Buch "Die Unbelangbaren" eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen Medien und Politik. Sein Befund: Statt sich mit Bericht und Kommentar zu begnügen, würden Journalistinnen und Journalisten versuchen, aktiv Politik zu machen. Dafür fehle es ihnen aber an demokratischer Legitimation. Meyer führt das zur Frage: Wer kontrolliert eigentlich die Journalistinnen und Journalisten?

Bei der Veranstaltung im Parlament stellte sich Politikwissenschafter Meyer mit seiner These der Diskussion mit renommierten Journalistinnen und Journalisten sowie einer Ex-Politikerin.

Begrüßung

Doris Bures
Präsidentin des Nationalrates

Keynote

Prof.em. Dr. Thomas Meyer
Politikwissenschafter
Autor von u.a. "Die Unbelangbaren", Chefredakteur (Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte)

Diskussion

Prof.em. Dr. Thomas Meyer

Dr.in Susanne Gaschke
Publizistin, ehemalige Oberbürgermeisterin von Kiel
langjährige Redakteurin der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit"

Dr. Andreas Koller
Chefredakteur-Stv. der Salzburger Nachrichten
Präsident des Presseclub Concordia

Ulla Kramar-Schmid
ORF (ZiB2)
langjährige Redakteurin des Nachrichtenmagazins "profil"

Moderation

Armin Thurnher
Publizist, Chefredakteur und Herausgeber der Wochenzeitung "Falter"

Unterpunkte anzeigen Quadriga – Öffentliche Buchpräsentationsreihe

Ausgehend von der Zielsetzung, das Parlament auch als offenen Ort des gesellschaftlichen Diskurses zu positionieren, finden seit 2009 unter dem Titel "Quadriga" Buchpräsentationen in etwas anderer Form statt. Viermal im Jahr diskutieren jeweils vier Personen über vier Buchneuerscheinungen ohne thematische Einschränkungen. Das Besondere dabei ist das Zusammentreffen von DiskutantInnen, die die Welt ganz unterschiedlich betrachten. Mehr

Unterpunkte anzeigen Epstein-Vorlesungen

Das Palais Epstein, schon seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert Stätte der Begegnung und des kulturellen Austausches, wird nach seiner wechselvollen Geschichte und der umfassenden Renovierung wieder seiner ursprünglichen Aufgabe gemäß genutzt. Es ist der ideale Rahmen für die unterschiedlichsten Veranstaltungsformate, insbesondere aber für die Veranstaltungsreihe "Epstein-Vorlesungen", die Aspekte aus dem weiten Spektrum der Geschichte des Hauses und des österreichischen Judentums beleuchtet. Mehr

Unterpunkte anzeigen Szenische Lesung "Das Hohe Haus"

Die Präsidentin des Nationalrates Doris Bures lud am Mittwoch, dem 29. Oktober 2014 in den Nationalratssitzungssaal des Parlaments zum Gastspiel "Das Hohe Haus. Ein Abend mit Roger Willemsen, Annette Schiedeck und Jens-Uwe Krause. Eine szenische Lesung" ein.

Die im Buch "Das Hohe Haus" niedergeschriebenen Eindrücke, die Roger Willemsen ein Jahr lang im Deutschen Bundestag gewonnen hat, wurden im Österreichischen Parlament zum Thema.
In einem vollen Nationalratssitzungssaal präsentierte Willemsen seine parlamentarischen Exkursionen gemeinsam mit der Schauspielerin Annette Schiedeck und dem Hörfunk-Moderator Jens-Uwe Krause.

Hier kommen Sie zur PK-Meldung und den bei der Veranstaltung entstandenen Fotos.

Ö1 Morgenjournal vom 30.10.2014

Unterpunkte anzeigen Uraufführung der Oper "Spiegelgrund" am Internationalen Holocaust Gedenktag

Am 25. Jänner fand im Historischen Sitzungssaal des Parlaments anlässlich des Internationalen Holocaust Gedenktages die Uraufführung der Oper "Spiegelgrund" statt.

Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Jänner 1945 wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.

Die "Kinderfachabteilung" Am Spiegelgrund, eine Einrichtung der Heil- und Pflegeanstalt Am Steinhof in Wien, war Teil der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie, in welcher kranke oder behinderte Kinder und Jugendliche ermordet wurden. Auch gab es enge Verbindungen zur Vernichtungsanstalt Hartheim in Oberösterreich. Erst im April 2002 wurden die sterblichen Überreste von 789 Spiegelgrund-Opfern auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Mit der Oper "Spiegelgrund" setzt Peter Androsch seine intensive und gut dokumentierte Auseinandersetzung mit der NS-Herrschaft fort (z.B. Filmmusik zu Hasenjagd von Andreas Gruber). Die Uraufführung der Oper ist eine Kooperation von Anton Bruckner Privatuniversität Linz und dem im Rahmen von 'Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas' gegründeten Ensemble 09 unter Mitwirkung von Thomas Kerbl (Dirigent), Katerina Beranova (Sopran), Robert Holzer (Bass), Alexandra Diesterhöft (Stimme des Kindes), Karl M. Sibelius (Sprecher), Alexander Hauer (Regie) und Ingo Kelp (Lichtregie).

Unterpunkte anzeigen "Innovationsland Österreich" im Parlament

Ariane-Rakete und Pizza-Automat

Von Montag, den 15., bis Freitag, den 19. Oktober 2012, wurden in der Säulenhalle im Rahmen der Leistungsschau "Innovationsland Österreich" zukunftsweisende technische Entwicklungen aus österreichischen Unternehmen präsentiert.

Die Ausstellung wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) gemeinsam mit österreichischen Betrieben initiiert und gab einen Einblick in die vielfältigen Innovationsleistungen der österreichischen Wirtschaft. Das Spektrum reichte vom Pizza-Automaten über eine Leitzentrale bis zum Satellitenmodell. Auf dem Parlamentsvorplatz verwies ein Modell der Ariane-Rakete auf die Veranstaltung im Parlamentsgebäude.

Unterpunkte anzeigen Verleihung der Käthe-Leichter-Preise 2012

Am 10. Oktober 2012 luden anlässlich der Verleihung des Frauen-Lebenswerk-Preises sowie der Käthe-Leichter-Preise 2012 die Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer und die Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek in das Parlament.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Lesungen aus Texten von und über Käthe Leichter, zusammengestellt von der Künstlerin Susanne Ayoub. In der Säulenhalle konnten die BesucherInnen ein Interview mit der heurigen Frauen-Lebenswerk-Preisträgerin, emeritierten Historikerin Gerda Lerner aus dem erst 2013 erscheinenden Dokumentarfilm "Living History" der Regisseurin Renata Keller sehen. Auch eine Kunstinstallation von Cornelia Mitterndorfer unter dem Titel "Ein Le(e.h.)rstuhl für Käthe Leichter" war dort zu betrachten.

Die verliehenen Preise

Mit dem Frauen-Lebenswerk-Preis sollen herausragende Lebenswerke von Frauen, die sich für die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern eingesetzt haben und in diesem Sinne in ihrem Wirkungsbereich Bedeutendes geleistet und Vorbildcharakter haben, gewürdigt werden.

Die Käthe-Leichter-Preise für Frauen-, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt werden für hervorragende Leistungen um die Frauen- und Geschlechterforschung im Bereich der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften wie auch um die Frauenbewegung und die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit, verliehen.

Wer war Käthe Leichter?

Käthe Leichter war als erste Frauenreferentin der Arbeiterkammer sowohl wissenschaftlich als auch politisch im Interesse der Frauen tätig. Ihre sozialpolitischen Erhebungen, beispielsweise über die Lage der Hausgehilfinnen, der Heim- und Industriearbeiterinnen ebenso wie das Handbuch der Frauenarbeit in Österreich, gehören zu den wichtigsten frauenrelevanten Publikationen der Zwischenkriegszeit.

Unterpunkte anzeigen Girls' Day 2012

Am 26. April 2012, dem internationalen Girls' Day, öffnete die Präsidentin des Nationalrates Mag.a Barbara Prammer wieder das Parlament für Töchter und deren Freundinnen. Interessierten Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren wurde an diesem Tag ein Blick auf den Arbeitsalltag in den unterschiedlichsten Bereichen des österreichischen Parlaments ermöglicht. Das Kennenlernen frauenuntypischer Berufe sollte ihnen als Impuls bei der Berufsorientierung dienen und ihr Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken.

Die Mädchen präsentierten ihre Eindrücke vom Arbeitsalltag im Hohen Haus und der Führung durch das historische Parlamentsgebäude in Kurzberichten auf der Parlamentswebsite.

Unterpunkte anzeigen 15 Jahre Gewaltschutzgesetz und Gewaltschutzarbeit in Österreich

1996 wurde im österreichischen Nationalrat das Bundesgesetz zum Schutz vor Gewalt in der Familie (GeSchG) verabschiedet, das mit den polizeilichen Instrumenten der Wegweisung und des Betretungsverbotes sowie gerichtlichen einstweiligen Verfügungen häusliche Gewalt wirksam eindämmen hilft. Seit Inkrafttreten des Gesetzes im Mai 1997 wurden in den Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen mehr als hunderttausend Gewaltopfer beraten und unterstützt, über 90 Prozent davon sind Frauen. 2009 wurde im Parlament in enger Zusammenarbeit mit der Justiz, der Exekutive und den NGOs das Zweite Gewaltschutzgesetz beschlossen. Interventionsstellen und Gewaltschutzzentren haben in den letzten 15 Jahren Qualitätsstandards entwickelt, die sie nicht nur als spezialisierte Einrichtungen für den Gewaltschutz ausweisen, sondern die auch in Europa Vorbildwirkung haben.

Im Rahmen der Veranstaltung am 19. September 2011 wurde ein kurzer Überblick über die Entstehung des Gewaltschutzgesetzes und über die Gewaltschutzarbeit der letzten 15 Jahre gegeben. Im Zentrum der Präsentationen und Diskussion standen die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen erfolgreicher Gewaltschutzarbeit.

Weiterführende Informationen:

Unterpunkte anzeigen Ehrenkreuzverleihung an Ruth Klüger

Die 1931 in Wien geborene Germanistin und Autorin Ruth Klüger wurde am 2. November 2011 für ihre herausragenden Leistungen auf kulturellem Gebiet mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet.

Ruth Klüger war als Kind in verschiedenen Konzentrationslagern interniert, ehe ihr 1945 mit ihrer Mutter die Flucht gelang. Sie emigrierte in die USA, die eine zweite Heimat für die Schriftstellerin geworden sind. Heute hat Klüger eine Professur für Germanistik an der University of California in Irvine inne und lehrt als Gastprofessorin an der Georg-August-Universität in Göttingen.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die zur Überreichung des Ehrenkreuzes in den Empfangssalon des Parlaments geladen hatte, würdigte das Lebenswerk der Holocaust-Überlebenden. Im Rahmen einer bewegenden Laudatio hob die österreichische Schriftstellerin Barbara Frischmuth die Aufforderung zum Mitfühlen und Mitdenken als eine der zentralen Botschaften in den Werken der nunmehrigen Ehrenkreuzträgerin hervor.

Unterpunkte anzeigen Safe European Home?

Installation und Ausstellung im Rahmen der Reihe Into the City/Wiener Festwochen

Die begehbare Installation "Safe European Home?" auf dem Vorplatz des Parlaments soll auf grundlegende Phänomene wachsender sozialer Unsicherheit und Ungleichheit in Europa aufmerksam machen und gleichzeitig eine Diskussion über notwendige Maßnahmen zur Gleichstellung minorisierter Gruppen wie der Volksgruppe der Roma eröffnen. Die parallel dazu stattfindende Ausstellung "Roma Protokoll" im Pressezentrum des Parlaments versammelt unterschiedliche künstlerische Positionen, die auf die Situation der Roma im heutigen Europa Bezug nehmen und thematisiert Zusammenhänge historischer und gegenwärtiger Sachverhalte wie den nicht ausreichend erforschten Roma-Holocaust, Rassismus, Vertreibung, erzwungenes Nomadentum, ungleicher Zugang zu Bildung, unzureichende humanitäre Rechte und deren Auswirkungen. Begleitet wird "Safe European Home?" von einer Bibliothek/Infothek, einem Filmprogramm, einem Symposium, einem Workshop, einem Forum und einem Abschlusskonzert.

KünstlerInnen:

  • Delaine und Damian Le Bas (Installation), Milutin Jovanović, Marika Schmiedt, Alfred Ullrich (Roma Protokoll). Małgorzata Mirga-Tas und Marta Kotlarska (Roma Protokoll und Workshop).

KuratorInnen:

  • Suzana Milevska (Roma Protokoll), Margarethe Makovec, Astrid Kury, Ursula Glaeser, Delaine und Damian Le Bas (Bibliothek/Infothek, Filmnacht, Forum), Adrian Gaspar (Abschlusskonzert).

Informationen:

Eröffnung:

  • am Donnerstag, dem 26. Mai 2011, um 18.00 Uhr auf den Vorplatz und im Pressezentrum des Parlaments

Programm:

  • Begrüßung: Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrates
  • Luc Bondy, Intendant der Wiener Festwochen
  • Mirjam Karoly, Beraterin zu Roma und Sinti Fragen der OSZE
  • Zur Installation und zur Ausstellung spricht Wolfgang Schlag, Kurator "Into the City"
  • Eröffnung der Installation (in englischer Sprache): Delaine Le Bas, Künstlerin
  • Von 27.5. bis 8.6. kann die Installation tägl. 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, die Ausstellung Montag bis Freitag 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, (außer Feiertag), Samstag 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr (beide kostenfrei) besichtigt werden.

Unterpunkte anzeigen Enquete "Demokratie lernen"

Wie kann heute das demokratiepolitische Bewusstsein von Jugendlichen geweckt und gefördert werden? Welche Möglichkeiten hat demokratiepolitische Bildung in der Mediengesellschaft? Welche Initiativen sind geeignet, Jugendliche und Erwachsene zu befähigen, aktiv und verantwortungsbewusst an politischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken? Welche Strukturen braucht die politische Bildung, damit die Demokratie Zukunft hat?

Fragen wie diese standen im Zentrum der Enquete "Demokratie lernen – Herausforderungen für die politische Bildung in Österreich" am 20. Mai 2011.
Nach den einleitenden Worten von Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrates, und Barbara Rosenberg, Vizedirektorin des Dr.-Karl-Renner-Instituts, gab das Impulsreferat von Peter Filzmaier zum Thema " Politische Bildung und Demokratie in Österreich: Trends, Problembereiche, Perspektiven" Anstoß zur lebhaften Diskussion.
 Am Podium nahmen Platz: Petra Mayrhofer, Demokratiezentrum Wien, Robert Etlinger, Direktor des Realgymnasiums GRG 3, 1030 Wien, Thomas Krüger, Präsident der deutschen Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn, und Kurt Nekula, BMUKK.

Unterpunkte anzeigen Präsentation des Abschlussprojekts „re_Publik“

Marlene Sachs, Teresa Eichler und Flora Hauser, drei Schülerinnen der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, präsentierten am 4. Mai 2011 ihre Diplomarbeit mit dem Titel re_Publik im Pressezentrum des Parlaments.

Die Schülerinnen zeigten anhand ihres Projekts auf, dass Politik nicht immer langweilig sein muss und stellten sich die Frage: "Wer sind die Menschen, die wir nur als PolitikerInnen kennen?" Dafür versuchten sie, ausgewählte PolitikerInnen, anhand von nach ihnen benannten Straßen und Plätzen in Wien, von einer anderen Seite zu zeigen – sei es mit Hilfe eines Videos, mit Illustrationen oder witzigen Aktionen. All das wurde dokumentiert, gesammelt und für die Präsentation vorbereitet.

Unterpunkte anzeigen Wer kann/darf/soll/will?

Am 14. März 2011 wurden im Rahmen der Veranstaltung "Wer kann/darf/soll/will? Jugendliche vergeben Wahlrechte" im Parlament die Ergebnisse des sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekts "GLO-PART. Jugendliche Perzeptionen von Politik unter dem Blickwinkel von Inklusion/Exklusion", das im Rahmen des Förderprogrammes Sparkling Science des BMWF durchgeführt wurde, präsentiert. Gemeinsam mit WissenschafterInnen der Universität Wien behandelten SchülerInnen Fragen wie "Wer soll nach der Meinung von Jugendlichen an der Gestaltung von Politik teilhaben dürfen und wer nicht?" oder "Entlang welcher Kriterien würden Heranwachsende in Österreich das Recht zu Wählen vergeben, wenn sie die Möglichkeit hätten, darüber zu entscheiden?"

Unterpunkte anzeigen 100. Internationaler Frauentag

Das Parlament stand am 4. März 2011 ganz im Zeichen des 100. Internationalen Frauentags. Die gemeinsam mit den Organisationen "Frau in der Wirtschaft" der Wirtschaftskammer Wien, "Frauennetzwerk Medien" und dem Frauenring im "open space" Format organisierten Themenblöcke luden zu vielfältigen Diskussionen ein. Zahlreiche Gelegenheiten zur Vernetzung boten 34 Frauenorganisationen während der gesamten Veranstaltung an Infotischen in der Säulenhalle.

Unterpunkte anzeigen DVD-Präsentation – Kreisky-Reden im Parlament

Am 31. Jänner 2011 wurde im Sitzungssaal des Nationalrates eine DVD mit ausgewählten Reden von Bruno Kreisky im Parlament präsentiert. Diese Reden zu vielen auch heute noch hochaktuellen Themen wurden aus dem ORF-Fernseharchiv von dessen ehemaligem Leiter Peter Dusek zusammengestellt – die DVD ist im Parlamentsshop erhältlich.

Unterpunkte anzeigen Anna Politkowskaja Memorial Lecture

Unter dem Titel "Our Choice – Leaving Fear Behind" fand am 6. Oktober 2010 im Sitzungssaal des Nationalrates eine Veranstaltung im Gedenken an die russische Journalistin Anna Politkowskaja statt, die am 7. Oktober 2006 in ihrem Haus in Moskau ermordet wurde. Die Rede zu Ehren von Frau Politkowskaja hielt Yevgenia Markovna Albats, die Herausgeberin der "New Times Moscow".