News 24.04.2026, 13:23

40 Jahre nach Tschernobyl erlebt Kernenergie eine Renaissance

Der Reaktorunfall von Tschernobyl am 26. April 1986 prägt nicht nur unsere Debatte über Kernenergie, er war auch ein Katalysator für weitreichende völkerrechtliche Übereinkommen. Mit ihnen sollte nukleare Sicherheit ein nationale Grenzen überschreitendes Thema werden.

Erst 33 Jahre später wurde ein Sarkophag aus Beton und Stahl fertiggestellt, der den zerstörten Reaktor abschirmt. Die Konstruktion kostete 1,5 Milliarden Euro und wurde von 45 Staaten, darunter Österreich, finanziert.

Österreich bekräftigt Nein zu Atomkraft

Trotz der Gefahren erlebt Kernenergie gerade eine Renaissance: Heute sind weltweit 412 Reaktoren in 31 Ländern in Betrieb und 63 neue Reaktoren werden derzeit gebaut - etwa die Hälfte davon in China.

Österreich fährt einen strikten Anti-Atom-Kurs, seit eine Volksabstimmung zu Zwentendorf mit 50,5 Prozent gegen eine Inbetriebnahme ausgegangen ist. Seit 1999 steht das Verbot von Atomenergie sogar im Verfassungsrang. Erst am 23. April bekräftigte der Nationalrat den Standpunkt Österreichs einstimmig.