Zum Thema "Kindern Perspektiven geben – unbeschwert, chancenreich und demokratisch erwachsen werden" hielt der Bundesrat eine Enquete im Parlament ab. Die anwesenden Expert:innen erläuterten unterschiedliche Perspektiven, die für eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik wesentlich sind, wie auch Bundesratspräsidentin Claudia Arpa in ihrer Begrüßung darlegte. Denn Bildung entscheide zentral über das berufliche und wirtschaftliche Fortkommen junger Menschen.
Landeshauptmann Peter Kaiser als Vertreter des derzeit vorsitzführenden Bundeslandes Kärnten warf auf, dass das Thema Armut bei Kindern im politischen Bewusstsein an Bedeutung verloren habe. Armut mache unsichtbar und man rede in diesem Land nicht gern darüber, meinte dazu die Leiterin des Momentum Instituts, Barbara Blaha. Sie erachtete dabei Österreich als Klassengesellschaft, die so tut, als wäre sie keine.
Ergänzend zu drei Expert:innen-Panels befasste sich im zweiten Teil der Enquete auch EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji in einem Impulsreferat mit den Herausforderungen für Kinder und junge Menschen. In den anschließenden Statements der Bundesratsfraktionen reichten die Themen von der Kindergartenmilliarde über die Teuerung bis hin zu Corona und zur sozialen Mobilität.
Am Tag nach der Enquete berät der Bundesrat in seiner Plenarsitzung über Beschlüsse des Nationalrats, die teils schon in der Sondersitzung am 30. August, teils in der regulären Sitzung am 20. September gefasst wurden.