News 11.03.2026, 18:22

"Demokratie braucht Frauen": Veranstaltung widmet sich Frauen im Job

Unter dem Titel "Demokratie braucht Frauen" kamen die Frauensprecherinnen aller Parlamentsfraktionen zusammen, um über Fragestellungen zum Berufsleben von – insbesondere jungen – Frauen zu diskutieren. "Soll es eine verpflichtende Lohntransparenz in Betrieben geben?" war etwa eine Frage.

Die Frauensprecherinnen Rosa Ecker (FPÖ), Juliane Bogner-Strauß (ÖVP), Sabine Schatz (SPÖ), Lisa Aldali als Vertretung von Henrike Brandstötter (NEOS) und Meri Disoski (Grüne) waren sich einig: ja. Auch die Gäste im Publikum – überwiegend Frauen – konnten abstimmen. Rund 95 % stimmten ebenfalls dafür. Den Stream zur Veranstaltung können Sie hier nachsehen.

Es müsse endlich Schluss sein mit der Geheimniskrämerei, sagte Sabine Schatz (SPÖ). Meri Disoski (Grüne) zeigte sich überzeugt, dass so der Gender-Pay-Gap schmelzen werde. Für Lohntransparenz sprach sich auch Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) aus, allerdings sollte diese aus ihrer Sicht schrittweise und zuerst bei größeren Unternehmen eingeführt werden. Auch Rosa Ecker (FPÖ) befürchtete eine Belastung von kleinen und mittleren Betrieben durch mehr Dokumentationspflichten.

Die Frauensprecherinnen der Parlamentsfraktionen nahmen Stellung zu Fragen wie Lohntransparenz, Frauenquoten und Wehrdienst.

Nein zu verpflichtendem Wehrdienst

Geteilter waren die Meinungen hingegen bei der Frage, ob es verpflichtende Quoten für Frauen in Führungspositionen braucht. Rund drei Viertel des Publikums waren dafür. Bei den Abgeordneten hielten bis auf Rosa Ecker (FPÖ) alle ihr "Ja"-Schild in die Höhe. Einhellig dagegen waren die Frauensprecherinnen bei der Frage, ob Frauen zu einem Wehrdienst oder Wehrersatzdienst im selben Umfang wie Männer verpflichtet werden sollen. Im Publikum hingegen waren nur rund zwei Drittel dagegen.

Die Argumente der Frauensprecherinnen sowie ihre Positionen zu Themen wie MINT-Berufen und Care-Arbeit lesen Sie in der Parlamentskorrespondenz.

Tipps für Frauen am Beginn ihrer Karriere

Ratschläge für junge Frauen, die ihren beruflichen Weg noch vor sich haben, hatte Bianca Khalil, Abteilungsleiterin bei den Wiener Linien, in ihrer Keynote. Sie empfahl, sich früh zu überlegen, was das persönliche Profil ist. Wichtig sei außerdem die Sichtbarkeit und ein Netzwerk. Wenn sich dann eine Chance bietet, gelte es, "Ja" zu sagen und Verantwortung zu übernehmen. Khalils letzter Tipp: das Gehalt verhandeln und gerechte Entlohnung laut und selbstbestimmt einfordern.

Leistung alleine sei zu wenig. Frauen müssten sicherstellen, dass ihre Leistung auch gesehen werde, sagte Bianca Khalil von den Wiener Linien in ihrer Keynote.