Vor 79 Jahren, am 2. August 1944, wurden mindestens 4.000 Rom:nja und Sinti:zze im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Um diesen und den insgesamt 500.000 vom NS-Regime ermordeten Rom:nja und Sinti:zze zu gedenken, erklärte das Europäische Parlament den 2. August im Jahr 2015 zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Rom:nja und Sinti:zze. Der österreichische Nationalrat hat sich im Jänner diesen Jahres einstimmig dafür ausgesprochen, den 2. August auch als nationalen Gedenktag für den Völkermord an der ethnischen Minderheit einzuführen. Für Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka erinnere der Gedenktag daran, "dass Intoleranz, Vorurteile und Diskriminierung keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Der Blick auf die Vergangenheit soll dazu ermutigen, in Zukunft weiterhin für eine Welt einzustehen, in der die gleichen Rechte für alle Menschen gelten."
Europäischer Holocaust-Gedenktag für Völkermord an Rom:nja und Sinti:zze
Das Parlament als Hüter einer nationalen Erinnerungskultur
Inklusion, Aufklärung und Demokratiebildung sowie die Bekämpfung von Antiziganismus zählen zu den Aufgaben des Parlaments. Mit einer Reihe an Veranstaltungen und Workshops in der Demokratiewerkstatt, wie zum Beispiel zu den Volksgruppen in Österreich, wird an die Gräueltaten des NS-Regimes erinnert und den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. So wurde anlässlich des internationalen Roma-Tages und des 30-jährigen Jubiläums der Anerkennung der Rom:nja und Sinti:zze als autochthone Volksgruppe in Österreich der Informationsfolder des Parlaments in der Sprache Romanes präsentiert, zumal Sprache einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion leistet.
Die nächste Veranstaltung zum Tag der Volksgruppen findet am 12. Dezember im Hohen Haus statt.