News 02.06.2026, 14:42
Bundesrat

Expertinnen- und Expertenforum zur digitalen Zukunft der Gemeinden

Gemeinden und Regionen sollten die digitale Entwicklung nicht bloß begleiten, sondern selbstbewusst und verantwortungsvoll mitgestalten, betonte Bundesratspräsident Markus Stotter im Rahmen des von ihm im Hohen Haus initiierten Expertinnen- und Expertenforums "Digitale Gemeinde 2035". Für Stotter ist dabei entscheidend, dass nicht die Technik, sondern der Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt steht. Neben der Gestaltung des digitalen Wandels befasste sich die Veranstaltung in mehreren Vorträgen und Panels mit den Themen digitale Infrastruktur, Datenkompetenz und Vernetzung. Zudem wurden Beispiele aus der Praxis vorgestellt.

Für Bundesratspräsident Stotter kann der digitale Wandel zu einem Standortvorteil für Österreichs Gemeinden beitragen

Futurologe Thinius sieht positive Gestaltungsmöglichkeiten durch KI

"Die Zukunft kommt nicht, sondern wir gestalten sie", betonte der Futurologe Max Thinius in seiner Keynote. Thinius entwarf ein positives Zukunftsbild, das durch neue Technologien wie der künstlichen Intelligenz (KI) gestaltet werden könne. Diese werde – ohne dass es die Menschen bemerken - in alle Lebensbereiche eindringen und könne beim Vernetzen von Regionen und Nachbarschaften beitragen.

Panels zu digitaler Infrastruktur und Datenkompetenz von Gemeinden und Regionen

Nach der Keynote folgte das Panel "Digitale Daseinsvorsorge als Faktor für Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Gemeinden und Regionen", das von Ernst-Olav Ruhle, Geschäftsführer SBR-net Consulting, und Oskar Januschke, Geschäftsführer Raumprozess+ Public Consulting und Experte für Stadt-, Regional- und Standortentwicklung, mit Referaten eingeleitet wurde. Beide Referenten betonten dabei die Bedeutung der regionalen Datensouveränität für den Fortschritt des digitalen Wandels der Gemeinden.

Im Panel "Digitalität und Datenräume im Public Sector sichern Gemeinwohl und Chancengleichheit" berichteten Maria Rost, Bereichsleiterin Digitales im Verband kommunaler Unternehmen, und die Amtsleiterin der Gemeinde Neuhaus Regina Wiedl über konkrete Projekte und Erfahrungen aus der Praxis.