News 25.04.2025, 13:32

Girls' Day im Parlament: "Ich habe meinen Traumberuf gefunden"

Auf die Frage, was die 14-jährige Nare ihren Eltern vom Girls' Day am 24. April im Parlament erzählen wird, antwortet sie: "Ich habe meinen Traumberuf gefunden." Sie war eine von rund 50 Teilnehmerinnen, die aus erster Hand erfuhren, was es bedeutet, im Herzen der Demokratie zu arbeiten. Abgeordnete zum Nationalrat, Mitglieder des Bundesrats und Mitarbeiterinnen der Parlamentsdirektion stellten sich den Fragen der Jugendlichen und berichteten von ihrem Arbeitsalltag im Hohen Haus.

Nare weiß jetzt schon, dass sie eines Tages in die Politik will. Das habe sich im Gespräch mit den Politikerinnen bestätigt. Dabei wolle sie die Anliegen von Menschen vertreten und "dass auch andere sehen, dass sie eine Stimme haben und damit die Welt verändern können."

Die 14-jährige Nare (mit Brille) im Austausch mit Bundesrätin Elisabeth Lindner-Wolff.

Von der Brunnentechnik bis zur großen Bühne im Plenum

Worauf wird beim Sicherheitscheck geachtet? Wie läuft eine Nationalratssitzung hinter den Kulissen ab? Und was passiert eigentlich, wenn Staatsgäste im Parlament empfangen werden? Den gesamten Tag über wurden die Teilnehmerinnen an den Arbeitsplatz von Mitarbeiterinnen der Parlamentsdirektion und Politikerinnen geführt.

"Es gibt so vieles, das im Hintergrund passiert", erzählt die 14-jährige Banafsha über ihre Führung durch den Keller des Parlaments. Aber auch sie ist sich sicher: Sie wird eines Tages Abgeordnete im Nationalrat. "Ich will über meine eigenen Rechte bestimmen dürfen", sagt sie im Interview mit dem Newsroom des Parlaments.

Banafsha sieht sich eines Tages im Nationalrat sitzen. Besonders die Rechte von Frauen liegen ihr am Herzen.

Asude hingegen kann sich vorstellen, in der Verwaltung zu arbeiten. Die Mitarbeiterinnen machten einen sehr netten Eindruck auf sie und scheinen "sich alle gegenseitig zu unterstützen". Das "allercoolste" war aber, von Tisch zu Tisch zu gehen und sich mit den Politikerinnen über ihren Arbeitsalltag auszutauschen.

Nicht nur Nare und Banafsha können sich vorstellen, eines Tages Reden im Parlament zu halten. Als Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler in die Runde fragt, wer sich nach einem Tag im Parlament eine politische Karriere vorstellen kann, schnellen zwölf Hände in die Höhe.

Rund 50 Mädchen blickten beim Girls' Day hinter die Kulissen des Parlaments – und trafen dabei Frauen, die das Hohe Haus mitgestalten.

Zur Geschichte des Girls' Day

Seinen Ursprung hat der Girls' Day, auch Mädchen- oder Töchtertag genannt, in den USA. Seit 1993 besuchen Schülerinnen ihre Eltern, Verwandten oder Bekannten an deren Arbeitsplätzen, um in den Berufsalltag hineinzuschnuppern.

Im österreichischen Bundesdienst ermöglicht der Girls' Day seit 19 Jahren Mädchen und jungen Frauen, in den Arbeitsalltag von Abgeordneten zum Nationalrat, Mitgliedern des Bundesrats und Mitarbeiterinnen der Parlamentsdirektion einzutauchen.