News 02.06.2026, 15:15
Künstliche Intelligenz

Gleichbehandlungsausschuss für Konsequenzen bei missbräuchlichen Deepfakes

ÖVP, SPÖ und NEOS thematisieren in einem gemeinsamen Antrag sexualisierte Deepfakes, also mit Hilfe künstlicher Intelligenz manipulierte oder erstellte Bilder und Videos. Eine EU-Richtlinie gebe vor, dass diese Form geschlechtsspezifischer Gewalt unter Strafe gestellt werden müsse. Die Justizministerin und die Frauenministerin sollen daher entsprechende strafrechtliche Konsequenzen schaffen, lautet die Forderung. Der Gleichbehandlungsausschuss schickte den Antrag mit Stimmenmehrheit ins Plenum.

Die Initiative für rechtliche Konsequenzen bei missbräuchlichen Deepfakes erhielt die Stimmen von ÖVP, SPÖ und NEOS. Den Grünen ging der Antrag nicht weit genug. Die FPÖ befürchtete eine Klarnamenpflicht und wollte die Forderung deshalb nicht unterstützen.

Ministerin Holzleitner berichtet über Frauenbudget und Lohntransparenz

Für eine Aktuelle Aussprache war Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner im Gleichbehandlungsausschuss. Sie wollte auf Nachfrage der Abgeordneten noch keine Details zu den Mitteln für Frauenpolitik im kommenden Doppelbudget verraten. Holzleitner verwies auf die Budgetrede des Finanzministers im Nationalratsplenum. Erst dann seien die Daten offiziell. In der Budgetrede werde hoffentlich sichtbar, dass ihr Ressort Frauen mit Beratungs- und Gewaltschutzangeboten stärke. Sie könne bereits sagen, dass die laufende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Schaffung von Schutzunterkünften fortgeführt werde. Generell könne man davon ausgehen, dass der Gewaltschutz im Rahmen des Doppelbudgets eine weitere Stärkung erfahre, so die Ministerin.

Thema der Aussprache war auch die Lohntransparenz-Richtlinie der EU, die bis 7. Juni in nationales Recht umgesetzt werden müsste. Eva-Maria Holzleitner berichtete, dass die zuständige Ministerin Korinna Schumann die Umsetzung klar festgehalten habe. Das Frauenressort sei für die Ausarbeitung eines Bewertungstools für Arbeitsplätze zuständig gewesen. Dieses sei "de facto startklar", so Holzleitner.