News 11.11.2025, 15:03

"Heute können wir ein freudiges 'Ja' zu Europa sagen"

Am 11. November 1994 stimmte der Nationalrat über Österreichs EU-Beitritt ab. Genauer gesagt: Über den 360-seitigen Beitrittsvertrag. Bereits fünf Monate zuvor – am 12. Juni 1994 – fiel eine Volksabstimmung zugunsten des Beitritts aus: 66,6 Prozent der Stimmberechtigten wollten Österreich in der Europäischen Union sehen.

141 Abgeordnete stimmten für Beitritt

Auch die Abstimmung im Nationalrat am 11. November fiel nicht einstimmig aus. 141 Abgeordnete sagten "Ja" zum EU-Beitrittsvertrag, 40 Abgeordnete sprachen sich dagegen aus. Die notwendige Zweitdrittenmehrheit wurde damit jedoch erreicht. "Heute können wir ein freudiges 'Ja' zu Europa sagen", resümierte der damalige ÖVP-Klubobmann Andreas Khol in der Sitzung am 11. November 1994.

Welche Partei vertrat damals welchen Standpunkt? In diesem Kurzvideo werden die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen wiedergegeben.

"Als wäre es gestern gewesen": Frühere Abgeordnete über den EU-Beitritt

Am 1. Jänner 1995 trat Österreich schließlich der EU bei. Anlässlich des 30. Jubiläums fanden im März 2025 Gespräche mit fünf Abgeordneten statt, die damals bei der Abstimmung dabei waren: Peter Kostelka (im April 2025 verstorben), Andreas Khol, Herbert Scheibner, Madeleine Petrovic und Heide Schmidt. Im Video erzählen sie, wie sie die Abstimmung über den EU-Beitrittsvertrag im Nationalrat erlebt haben und wie ihre Bilanz der EU-Mitgliedschaft Österreichs aussieht.