Unter dem Motto "Kinderrechte sind Menschenrechte" lud Bundesratspräsidentin Claudia Arpa zum Tag des Bundesrats. Es sei zu überprüfen, ob die gelebte Praxis, das gesellschaftliche Leben und die Lebensrealität mit den geltenden Kinderrechten übereinstimmen, forderte Arpa. Das Recht auf einen chancengleichen Zugang zu Bildung, auf ein gesundes Aufwachsen, auf eine intakte Umwelt, auf eine solide Gesundheitsversorgung sowie das Recht auf Mitbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft seien wichtige Grundsteine, an denen es zu arbeiten gelte.
Kinderrechte sind keine Handlungsempfehlungen
Berchtold: Kinderrechte sind keine Handlungsempfehlungen, sondern essenzielle Grundrechte, die umgesetzt werden müssen
1992 habe Österreich zwar die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert, es seien aber längst noch nicht alle Kinderrechte umgesetzt und implementiert worden, kritisierte Jana Berchtold, UN-Jugenddelegierte der Bundesjugendvertretung in ihrer Keynote. Kinder wachsen weltweit in Krisenzeiten auf, etwa mit der Klimakrise, der Teuerung oder in Kriegen. Das bedeute, dass ihre Rechte oft verletzt würden. Kinderrechte seien keine Handlungsempfehlungen, sondern essenzielle Grundrechte, die ein chancenreiches und gesundes Aufwachsen garantieren sollen.
Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Kinderrechten, zu Kinderarmut und zur Klimakrise
In einer Podiumsdiskussion tauschten sich Expert:innen zu der Bedeutung von Kinderrechten aus. Handlungsbedarf sahen sie beim Thema Kinderarmut. Diese habe langfristige Auswirkungen auf das Leben Betroffener und es gelte hier, Maßnahmen zu setzen. Die Expert:innen schlugen unter anderem eine Kindergrundsicherung vor. Zum Thema Klimakrise betonten sie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Kinder und die Notwendigkeit einer Perspektive für sie, dass sich etwas ändere.