Die Tagung 2026/27 des Nationalrats beginnt am 8. September. In den ersten beiden Tagungswochen werden unter anderem der Sozialausschuss, der Familienausschuss und der Budgetausschuss zu Sitzungen zusammentreten. So wird der Sozialausschusses zwei Gesetzesvorlagen der Regierung in Verhandlung nehmen. Dabei geht es unter anderem darum, Arbeiten im Alter attraktiver zu machen. Wer über das Pensionsalter hinaus berufstätig ist, dem soll bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen künftig ein jährlicher Steuerfreibetrag von 15.000 € zustehen. Gleichzeitig will die Regierung die Regeln für die betriebliche Altersvorsorge lockern, um höhere Renditen zu ermöglichen. Zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ist geplant, dem Ausgleichstaxfonds auch in den Jahren 2026 bis 2029 Sondermittel des Bundes zu gewähren.
Auch dem Familienausschuss und dem in der darauffolgenden Woche tagenden Verfassungsausschuss liegen Regierungsvorlagen zur Beratung vor. So sind etwa neue Regelungen für die Gewährung von Familienbeihilfe für vertriebene Ukrainerinnen und Ukrainer in Aussicht genommen. Außerdem stehen der jüngste Zivildienstbericht und verschiedene Oppositionsanliegen auf der Tagesordnung des Familienausschusses. Ziel einer vom Bundeskanzleramt vorgelegten Novelle zum Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG) und zum Verwaltungsstrafgesetz (VStG) ist es, die Digitalisierung von Verwaltungsverfahren – etwa durch den Einsatz von Chatbots und die Ermöglichung sogenannter "No-Stop-Verfahren" – voranzutreiben.
Zum Auftakt der neuen Tagungsperiode halten unter anderem der Sozialausschuss und der Familienausschuss Sitzungen ab.