Vergleichbare Studien aus Deutschland und Großbritannien kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Besonders jüngere Erstwählende lassen sich durch Schule, Familie und gesellschaftliche Diskussionen politisch mobilisieren. Unterschiede bei politischem Wissen oder demokratischer Selbstwirksamkeit zwischen 16-Jährigen und älteren Jugendlichen konnten kaum festgestellt werden.
Ein eindeutiger wissenschaftlicher Konsens über die langfristigen Folgen von "Wählen ab 16" besteht allerdings weiterhin nicht. Während negative Auswirkungen auf den demokratischen Prozess ausbleiben, haben sich die Hoffnungen auf eine dauerhaft deutlich höhere politische Beteiligung bislang nur begrenzt erfüllt. Die Ergebnisse der Fachleute zeigen, dass die Senkung des Wahlalters kein "Allheilmittel" gegen Politikverdrossenheit sei.