News 05.05.2026, 15:17
Energie

Rechnungshofausschuss diskutiert Energie-Themen

Energiehandelsgeschäfte der Wien Energie und Defizite bei Gas-Versorgungssicherheit

Der Rechnungshofausschuss befasste sich mit Energie-Themen und nahm dabei Berichte zu Energiehandelsgeschäften der Wien Energie sowie zur Erdgas-Versorgungssicherheit unter die Lupe. Beim Energiehandel der Wien Energie ortete der Rechnungshof Schwächen im Liquiditäts-Risikomanagement sowie Defizite in Aufsicht und Organisation. Im Bericht zur Erdgas-Versorgungssicherheit kritisiert der Rechnungshof vor allem unzureichend durchgesetzte Einsichtsrechte der Behörden, lückenhafte Marktinformationen und die Verlängerung der Abhängigkeit von russischem Gas. 

Umstellung der Stromverbrauchsmessung auf Smart-Meter-Technologie

Ein weiterer Rechnungshofbericht untersuchte die Umstellung der Strommessung auf Smart-Meter-Geräte. Dabei wurden 2019 bis 2022 das Klimaschutzministerium, die E-Control sowie die neun Landes-Netzbetreiber geprüft. Der Bericht identifizierte vier Hauptprobleme, wie die mangelnde Steuerung und Koordination seitens des verantwortlichen Ressorts oder die ungenügende Funktionalität des Systems, wie Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker im Ausschuss darlegte. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob die Bedeutung des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes zur Berücksichtigung der Empfehlungen und zur Anhebung des Nutzens der Smart-Meter-Technologie für die Endkundinnen und Endkunden hervor. Die Fragen der Mandatarinnen und Mandatare drehten sich um die Lehren aus dem Bericht sowie um die nächsten Schritte wie die Anforderungen an nächste Gerätegenerationen. 

Zudem gab es kritische Anmerkungen zur erfolgten Umstellung auf Smart Meter.

Energieeffizienz von Gebäuden der BIG

Thema im Rechnungshofausschuss war außerdem die Energieeffizienz von Gebäuden der Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG). Zu den Empfehlungen des Rechnungshofs zählt etwa, eine vollständige Erfassung der Gebäude-Kennwerte in den Datenbanken der BIG sicherzustellen, um diese Daten unter anderem für die Planung und Priorisierung von Sanierungsmaßnahmen verwenden zu können. Insgesamt falle der Bericht hinsichtlich des Energieeinsparens seitens der BIG sehr positiv aus, meinte dazu Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Bei den Daten habe der Rechnungshof einen Schwachpunkt aufgezeigt, der jedoch nicht nur die Daten der BIG selbst, sondern generell jene des öffentlichen Sektors betreffe. Die Österreichische Energieagentur sei derzeit damit befasst, sich diese Bundesdatenarchitektur genauer anzuschauen und Lösungsempfehlungen auszuarbeiten.