News in einfacher Sprache 06.05.2026, 14:26

Rechnungshof-Ausschuss diskutierte Energie-Themen

Kritik in den Berichten des Rechnungshofs

Der Rechnungshof-Ausschuss befasste sich mit Energie-Themen. Dabei sah er sich Berichte zu Energie-Handelsgeschäften der Wien Energie und zur Erdgas-Versorgungssicherheit genauer an.

Beim Energiehandel der Wien Energie sieht der Rechnungshof Schwächen im Liquiditäts-Risikomanagement. Dabei geht es darum die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Stabilität des Unternehmens abzusichern. Der Rechnungshof sieht auch Mängel in Aufsicht und Organisation.

Kritik übte der Rechnungshof auch im Bericht zur Erdgas-Versorgungssicherheit. Die Einsichtsrechte der Behörden sind noch nicht vollständig durchgesetzt, es gibt Lücken bei den Markt-Informationen und kein Ende bei der Abhängigkeit von russischem Gas.

Umstellung auf Smart-Meter-Technologie

Ein weiterer Bericht des Rechnungshofs untersuchte die Umstellung der Strommessung auf Smart-Meter-Geräte. Dabei wurden 2019 bis 2022 das Klimaschutz-Ministerium, die E-Control und die neun Landes-Netzbetreiber geprüft. Die Präsidentin des Rechnungshofs Margit Kraker kritisierte im Ausschuss die schlechte Steuerung und Koordination durch die verantwortlichen Ressorts. Die Funktionalität des Systems ist aus Sicht des Rechnungshofs ungenügend.

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob die Bedeutung des Elektrizitätswirtschafts-Gesetzes hervor. Die Empfehlungen können besser berücksichtigt werden, und der Nutzen der Smart-Meter-Technologie für die Endkundinnen und Endkunden wird höher.

In den Fragen der Mandatarinnen und Mandatare ging es vor allem um die Lehren aus dem Bericht. Sie fragten auch nach den nächsten Schritten, zum Beispiel die Anforderungen an nächste Geräte-Generationen.

Es gab auch kritische Anmerkungen zur Umstellung auf Smart Meter.

Energie-Effizienz von Gebäuden der BIG

Thema im Rechnungshof-Ausschuss war außerdem die Energie-Effizienz von Gebäuden der Bundesimmobilien-Gesellschaft, kurz BIG. Der Rechnungshof hat dazu einige Empfehlungen. Zum Beispiel sollen die Gebäude-Kennwerte vollständig in den Datenbanken der BIG erfasst werden. Dann können diese Daten unter anderem für die Planung von Sanierungs-Maßnahmen verwendet werden.

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner meinte, dass der Bericht für die BIG sehr positiv ausfällt. Bei den Daten hat der Rechnungshof einen Schwachpunkt aufgezeigt. Das gilt aber für den gesamten öffentlichen Sektor. Die Österreichische Energie-Agentur sieht sich derzeit diese Bundesdaten genauer an und arbeitet Empfehlungen aus.

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