Der erste Plenartag des letzten Nationalratssitzungsmarathons dieses Jahres drehte sich vorwiegend um die Themen Finanzen und Wirtschaft. Neben der künftig höheren Tabaksteuer wird auch die Zulassung neuartiger Tabaksticks vereinfacht.
Durch eine neue Meldeverpflichtung neuer Tabakerzeugnisse sollen neuartige Tabaksticks leichter erhältlich sein. Sie soll ab 1. Jänner 2026 das bisherige Zulassungsverfahren ersetzen. Derzeit würden viele Konsumentinnen und Konsumenten diese Sticks für die Verwendung in Erhitzern in den Nachbarländern kaufen, weshalb Österreich Steuergelder entgehen, so die Regierung zur Novelle.
Für den kurzfristig per Abänderungsantrag eingebrachten Gesetzesentwurf stimmten neben den Regierungsfraktionen ÖVP, SPÖ und NEOS auch die Freiheitlichen. Dennoch übte FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak ebenso wie Ralph Schallmeiner von den Grünen scharfe Kritik an der Vorgangsweise der Regierung. Die "in allerletzter Minute" erfolgte Abänderung eines als "Trägerrakete" eingebrachten Initiativantrags sei eine "Husch-Pfusch-Regelung", weil der Finanzminister dringend Geld brauche, so Kaniak. Als "unpackbar" bezeichnete Schallmeiner das Vorgehen der Koalition, die Novelle sei ein "Niederknien vor der Nikotin-Lobby".