News 12.12.2023, 16:30

Tag der Volksgruppen im Parlament

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hob im Rahmen des Tags der Volksgruppen im Parlament die Bedeutung des gesellschaftlichen Dialogs über volksgruppenrelevante Themen zu Kultur und Sprache und die diesbezügliche Rolle der Jugend hervor. Um die Vielfalt zu stärken und Vorurteilen entgegenzuwirken, gelte es, das Wissen über die Volksgruppen in Österreich zu stärken, meinte auch Bundesratspräsidentin Claudia Arpa.

Emma Lantschner von der Universität Graz hielt eine Rede zum Thema "Volksgruppenschutz als kontinuierliche Aufgabe" und schlug Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung über die gesellschaftlichen Bedürfnisse der Volksgruppenangehörigen vor, etwa den Ausbau zweisprachiger Angebote in der Elementarpädagogik und des Minderheitensprachunterrichts oder die Verwendung der Minderheitensprachen in der Verwaltung.

In Form von Paneldiskussionen fand ein Austausch zum Spracherhalt, der Rolle der Jugend und der Demokratiebildung statt. So benannten die Volksgruppenbeiräte der sechs in Österreich anerkannten autochthonen Volksgruppen ihre jeweiligen Anliegen, um die Sprachweitergabe an die nächste Generation zu fördern. Integrationsministerin Susanne Raab unterstrich, dass Veranstaltungen wie diese ein Ausdruck der Anerkennung und Wertschätzung der Volksgruppen als fester und integraler Bestandteil der österreichischen Identität seien. Seitens aller im Parlament vertretenen Parteien gaben die Bereichssprecher:innen für Volksgruppen ihre Statements zu den Inhalten und Schwerpunkten ab.

Neu eröffnet wurde eine Ausstellung mit dem Titel "Das österreichische ROMANES. 30 Jahre Anerkennung - 600 Jahre in Österreich" im Parlament. Sie gibt Einblick in die Herkunft und Vielfalt der Sprache der Roma, die vor 30 Jahren als Volksgruppe in Österreich anerkannt wurden.