In der ersten Tagungswoche kommen der Familienausschuss, der Sozialausschuss und der Rechnungshofausschuss zusammen.
Tagungsbeginn und Ausschüsse: die Woche von 4. bis 11. September
Der Nationalrat startet mit Fachausschüssen in die neue Tagungsperiode 2026/2027.
Erste Ausschusswoche
Im Familienausschuss geht es etwa um die Streichung der Familienbeihilfe für vertriebene Ukrainerinnen und Ukrainer in der Grundversorgung, den jüngsten Zivildienstbericht und Oppositionsanliegen. Die FPÖ fordert den Abbau von Hürden beim Kinderbetreuungsgeld, eine höhere Entlohnung für Grundwehrdiener sowie die Einführung einer anonymen, statistischen Erfassung von Schwangerschaftsabbrüchen. Die Grünen drängen auf mehr Unterstützung für Familien, etwa durch "partnerschaftliche Elternteilzeit", flexible Arbeitsmodelle und Anreize für Väterkarenz. Zudem soll es aus ihrer Sicht verpflichtende Kinderschutzkonzepte für private Anbieter von Sommercamps geben.
Die Tagung 2026/27 des Nationalrats beginnt am 8. September mit einer Ausschusswoche.
Der Ausschuss für Arbeit und Soziales will über zwei Gesetzesvorlagen der Regierung verhandeln. Dabei geht es unter anderem darum, Arbeiten im Alter attraktiver zu machen. Wer über das Pensionsalter hinaus berufstätig ist, dem soll bei der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen künftig ein jährlicher Steuerfreibetrag von 15.000 € zustehen. Gleichzeitig will die Regierung die Regeln für die betriebliche Altersvorsorge lockern, um höhere Renditen zu ermöglichen.
Zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ist geplant, dem Ausgleichstaxfonds auch in den Jahren 2026 bis 2029 Sondermittel des Bundes zu gewähren.
Der Rechnungshofausschuss berät über einen Bericht über gerichtsmedizinische Leistungen in der Strafrechtspflege.
Internationale Termine
Nationalratspräsident Walter Rosenkranz trifft den Parlamentspräsidenten von Montenegro Andrija Mandić zu einem Arbeitsgespräch. Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs vertritt Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei den Trauerfeierlichkeiten für König Harald V. in Oslo.
Abgeordnete aus Estland, Lettland, Litauen und Polen tauschen sich im Parlament mit Abgeordneten aus.
Die Bilateralen Parlamentarischen Gruppen Österreich-Südamerika und Österreich-Albanien, Nordmazedonien reisen nach Chile und Argentinien sowie nach Albanien. Die Delegationen der Bilateralen Parlamentarischen Gruppen Estland, Lettland und Litauen sowie Österreich-Polen kommen hingegen nach Wien und sprechen im Hohen Haus mit Abgeordneten.