Der Föderalismus sei kein historisches Relikt, sondern "ein Erfolgsmodell", betonte Schwarz-Fuchs in ihrer Antrittsrede im Bundesrat. Er sorge dafür, dass politische Entscheidungen nicht ausschließlich aus der Perspektive der Bundeshauptstadt getroffen würden, sondern die Vielfalt Österreichs berücksichtigt werde. Was im Vorarlberger Rheintal sinnvoll sei, müsse nicht automatisch auch im Waldviertel, im Burgenland oder in der Obersteiermark die beste Lösung sein, sagte sie. Den Bundesrat sieht sie als Brücke zwischen Bund und Ländern: Er bringe regionale Erfahrungen in die Gesetzgebung ein.
Als Motto für ihre halbjährige Präsidentschaft hat Schwarz-Fuchs "Starke Regionen. Zukunft gestalten" gewählt. Die Regionen seien das Fundament und der Motor Österreichs, bekräftigte sie. Allerdings braucht es ihr zufolge bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen, um Arbeitsplätze am Land abzusichern und ländliche Regionen zu stärken. Auch die Bedeutung guter regionaler Infrastruktur hob Schwarz-Fuchs hervor. Kleinen Gemeinden rät sie, stärker miteinander zu kooperieren, etwa bei der Kinderbetreuung, im Tourismus oder bei Infrastrukturprojekten.
Für Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs ist der Föderalismus ein Erfolgsmodell.