Der Föderalismus ist kein Überbleibsel aus der Vergangenheit, sondern "ein Erfolgsmodell". Das betonte Christine Schwarz-Fuchs in ihrer Antrittsrede im Bundesrat. Föderalismus bedeutet, dass Bund und Bundesländer Gesetze beschließen und vollziehen können. Die Aufteilung von Gesetzgebung und ihrer Vollziehung zwischen Bund und Bundesländern sorgt dafür, dass politische Entscheidungen nicht nur aus der Sicht der Bundeshauptstadt getroffen werden. Sie berücksichtigen auch die Vielfalt Österreichs. Was im Vorarlberger Rheintal sinnvoll ist, muss nicht automatisch auch im Waldviertel, im Burgenland oder in der Obersteiermark die beste Lösung sein, sagte sie. Sie sieht den Bundesrat als Brücke zwischen Bund und Ländern: Er bringt regionale Erfahrungen in die Gesetzgebung ein.
Als Motto für ihre halbjährige Präsidentschaft hat Schwarz-Fuchs "Starke Regionen. Zukunft gestalten" gewählt. Die Regionen sind das Fundament und der Motor Österreichs, bekräftigte sie. Aber es braucht bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen, um Arbeitsplätze am Land abzusichern und ländliche Regionen zu stärken. Schwarz-Fuchs betonte auch die Bedeutung guter regionaler Infrastruktur. Sie rät kleinen Gemeinden, stärker miteinander zusammenzuarbeiten, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, im Tourismus oder bei Infrastruktur-Projekten.
Für Bundesratspräsidentin Christine-Schwarz Fuchs ist der Föderalismus ein Erfolgsmodell.