News in einfacher Sprache 14.07.2026, 12:55

Viele Gesetze im Bundesrat

Der Bundesrat kommt am 15. und 16. Juli 2026 zu den letzten beiden Sitzungstagen zusammen. Dabei stehen viele Gesetzesbeschlüsse aus dem Nationalrat auf der Tagesordnung.

Am Mittwoch geht es um fünf Pakete aus dem Justizbereich. Sie betreffen unter anderem verpflichtende Widerruf-Buttons bei Verträgen, die man online abschließt. Ein anderer Punkt ist die Möglichkeit, bestimmte Geräte zu reparieren.

Es geht auch darum, wie lange Sterbeverfügungen gelten. Das Pensionssystem für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte soll vereinheitlicht werden.

Am zweiten Sitzungstag hält Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs ihre Antrittsrede. Mit 1. Juli hat Vorarlberg den Vorsitz in der Länderkammer für das zweite Halbjahr 2026 übernommen. Danach gibt der Landeshauptmann von Vorarlberg Markus Wallner eine Erklärung ab.

Viele Maßnahmen sind im Budget-Begleitgesetz enthalten.

Budget-Begleitgesetz zu rund 70 Gesetzen

Eine lange Debatte ist zum Budget-Begleitgesetz zu erwarten. Damit werden rund 70 Gesetze erneuert oder neu geschaffen. Unter anderem gibt es Änderungen bei der Pensionsanpassung 2027. Weitere Punkte sind eine neue Paketsteuer, die Senkung der Lohnnebenkosten und eine höhere Körperschafts-Steuer für hohe Unternehmensgewinne ab 2028. Die Familienbeihilfe und die Parteienförderung werden nicht erhöht.

Das Doppelbudget selbst wird dem Bundesrat nur zur Kenntnisnahme übermittelt. Da es nur für die Bundesebene gilt, braucht es nicht die Zustimmung der Länderkammer.

Vor 50 Jahren wurde das Volksgruppen-Gesetz beschlossen. Zu diesem Jubiläum ist geplant, die sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich verfassungsrechtlich abzusichern. Diese einheimischen Volksgruppen sind Burgenlandkroaten, Slowenen, Tschechen, Slowaken, Ungarn und Roma. Bezirksgerichte sollen zusammengelegt werden. Damit will man die zweisprachige Gerichtsbarkeit auf Deutsch und Slowenisch in Kärnten sichern.

Ab Mitte Mai 2027 werden sich die Pickerl-Intervalle verlängern.

Pickerl-Intervalle und Zigarettenstummel

Der Bundesrat wird sich auch mit dem Verbot von Einweg-E-Zigaretten befassen. Ein weiterer Punkt sind Maßnahmen gegen irreführende Werbung wie das sogenannte "Greenwashing". Damit stellen Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen umweltfreundlicher dar als sie es sind.

Wer Zigarettenstummel auf Kinderspielplätzen wegwirft, soll mit bis zu 500 Euro bestraft werden. Die Pickerl-Intervalle für Kraftfahrzeuge werden länger.

Eine Neuerung gibt es im Ärzte-Gesetz. Die Basis-Ausausbildung nach dem Medizinstudium wird ab August von neun auf sechs Monate verkürzt.

Die Sitzung am Mittwoch beginnt um 13 Uhr. Am Donnerstag starten die Beratungen um 9 Uhr. Am Donnerstag findet eine Aktuelle Stunde mit Vizekanzler und Bundesminister für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Andreas Babler, statt.

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