Österreichs Wirtschaft befinde sich in einer Rezession, führte Holger Bonin vom Institut für Höhere Studien (IHS) im Rahmen einer Aktuellen Aussprache im Wirtschaftsausschuss aus. Auf eine milde Rezession soll 2024 ein verhaltener Aufschwung folgen. Gedämpfte Kaufkraft, hohe Energiepreise und starke Zinssteigerungen führen 2023 zu der milden Rezession in Österreich, erklärte Stefan Schiman-Vukan vom Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Während generell von einer Konjunkturerholung ausgegangen wird, soll sich die Rezession im Bauwesen verstärken. Der Bausektor leidet unter mehreren Faktoren und wird laut den Prognosen 2024 um fast 4 % schrumpfen. Insbesondere der Hochbau ist betroffen, betonten die Experten.
"Das Schlimmste liegt hinter uns", warnte der Experte des IHS vor Eingriffen, die den Aufschwung belasten könnten. Die Schwierigkeit an preissenkenden Maßnahmen liege daran, sicherzustellen, dass diese an die Endkund:innen weitergegeben werden. Schiman-Vukan erkannte Risiken eines Beschäftigungsabbaus in der Baubranche. Bonin ging von einer "konjunkturellen Delle" der Bauindustrie für drei Jahre aus. Daher bedürfe es Maßnahmen, die schnell greifen, unterstrich er.