Im Parlament wurden der Demokratiepreis 2022 und der Wissenschaftspreis 2023 der Margaretha Lupac-Stiftung verliehen. Der Demokratiepreis ging an Birgitt Haller, die seit vielen Jahren das Institut für Konfliktforschung leitet und als große Persönlichkeit im Kampf gegen Gewalt an Frauen gilt, sowie an die Initiative Minderheiten, die sich seit 1991 im Sinne eines umfassenden und inklusiven Verständnisses von Minderheiten für Gleichheit ohne Diskriminierung einsetzt. Mit dem Wissenschaftspreis wurden Emanuel Lerch für seine Dissertation "Demokratie und Autonomie – Eine Analyse entlang der EMRK" und Peter Slominski für sein bisheriges wissenschaftliches Gesamtwerk ausgezeichnet.
In einem Podiumsgespräch sprachen sie über Partizipation – von Parlamenten, den einzelnen Bürger:innen und Minderheiten. Peter Slominski beleuchtete das Phänomen, dass Krisenzeiten die Stunde der Exekutive seien. Die Regierung agiere als zentraler Krisenmanager, Parlamente hätten dabei oft wenig Handlungsspieltraum. Aus seiner Sicht müssten Parlamente die Rolle von öffentlicher Rede und einem Abwiegen von Argumenten vor Beschlüssen stärker betonen.