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#WeRemember: Gedenkaktion für Opfer des Holocaust

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Das Parlament beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der weltweiten Kampagne #WeRemember, die der Jüdische Weltkongress und die UNESCO zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ins Leben gerufen haben.

Auf Initiative von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka werden in diesem Jahr erstmals alle nationalen Parlamente der EU-Mitgliedstaaten sowie das Europäische Parlament an der Kampagne teilnehmen. Die Fassade des Parlaments in der Hofburg am Josefsplatz wird dafür bis 28. Jänner mit dem Schriftzug "#WeRemember" bestrahlt.

"Mit der Teilnahme des Österreichischen Parlaments an der #WeRemember-Kampagne gedenken wir den sechs Millionen jüdischen Opfern des Nationalsozialismus und setzen ein sichtbares und starkes Zeichen gegen Antisemitismus", so Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. "Mit der digitalen Erinnerungsaktion wollen wir zudem den Holocaustleugnungen und Verschwörungsmythen in den sozialen Netzwerken entgegenwirken. Erst wenn Politik, Medien und Zivilgesellschaft Antisemitismus vehement zurückzuweisen, wird sich auch nachhaltig etwas ändern", zeigt sich der Nationalratspräsident überzeugt.

Der 27. Jänner ist der Tag, an dem vor 77 Jahren die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreit wurden. Er gilt daher als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Seit 2017 rufen der Jüdische Weltkongress und die UNESCO anlässlich dieses Tags zur Kampagne #WeRemember auf. Bei der digitalen Gedenkaktion können Fotos mit einer Tafel mit der Aufschrift "We Remember" in den sozialen Medien gepostet werden. Auch zahlreiche Gebäude werden dafür mit dem Schriftzug angestrahlt.

Am 27. Jänner um 11.00 Uhr lädt der Nationalratspräsident zu einer virtuellen Podiumsdiskussion. Unter dem Titel "Zeit zum Reden" diskutieren Wolfgang Sobotka, Melody Sucharewicz, Kommunikations- und Politikberaterin aus Tel Aviv, Michel Friedmann, Philosoph, Publizist und Jurist, sowie Karin Stögner, Soziologin und Antisemitismusforscherin. Moderiert wird die Veranstaltung von der ORF-Journalistin Rebekka Salzer. Die Diskussionsrunde wird in live in ORF 2 sowie in der Mediathek des Parlaments übertragen.

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