News in einfacher Sprache 30.09.2026, 15:31

Autorinnen diskutieren über Sprache und den Schutz von Minderheiten

Die Veranstaltungsreihe "Literatur am Ring" widmete sich dieses Jahr dem Thema 50 Jahre Volksgruppen-Gesetz. Bei der letzten Veranstaltung standen die slowakische und die ungarische Volksgruppe im Mittelpunkt.

Die letzte von drei Veranstaltungen der Reihe "Literatur am Ring" im Parlament trug den Titel "Schöne Worte | Szép szavak | Pekné slová"." Anlass war das 50-jährige Jubiläum des Beschlusses des Volksgruppen-Gesetzes.

Zwei der sechs autochthonen Volksgruppen standen im Mittelpunkt: die slowakische und die ungarische. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz hob in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung "schöner Worte" als Ausgangspunkt für Entwicklungen hervor.

Vladimír Mlynár ist Vorsitzender im Volksgruppen-Beirat für die slowakische Volksgruppe, Attila Somogyi ist Vorsitzender im Volksgruppen-Beirat für die ungarische Volksgruppe. Beide betonten die Rolle des Spracherwerbs und legten ihre Vorstellungen für Verbesserungen in diesem Bereich dar.

Am Podium diskutierten die drei Autorinnen Didi Drobna, Kerstin Istvanits und Jaqueline Scheiber über ihre Erfahrungen und die Rolle und Bedeutung von Sprache.

Podiumsdiskussion über die Rolle von Sprache

Die Schriftstellerin Didi Drobna erzählte von den Herausforderungen für sie und ihre Familie, nach der Auswanderung aus der Slowakei in Wien Fuß zu fassen. Die deutsche Sprache war für sie der Schlüssel für das Ankommen. In der Familie hat sie dadurch eine hohe Verantwortung als Übersetzerin und Brückenbauerin gehabt.

Die Autorin Jaqueline Scheiber sagte: Für sie hat Ungarisch die längste Zeit nur eine Rolle als Sprache innerhalb ihrer Familie gespielt. Erst als Erwachsene hat sie erkannt, welche Türen die Sprache für sie öffnen kann.

Sprache ist etwas sehr persönliches und eng mit der eigenen Identität verbunden, betonte Kerstin Istvanits. Sie ist Lehrerin, Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Istvanits ist in einem Umfeld aufgewachsen, wo die Verwendung mehrerer Sprachen sehr üblich war. Die ungarische Sprache ist auch in der Schule gefördert worden.

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