News in einfacher Sprache 12.03.2026, 18:19

Bundesrat stimmt dem Stabilitäts-Pakt zu

Der Bundesrat hat diese Gesetze besprochen und darüber abgestimmt.

Stabilitäts-Pakt 2025

Der Österreichische Stabilitäts-Pakt 2025 ist eine neue Vereinbarung. Sie wird zwischen dem Bund, den Bundesländern und den Gemeinden getroffen. Damit will Österreich die EU-Regeln zu Budget und Verschuldung umsetzen.

Vor der Einigung auf den Stabilitäts-Pakt hat es monatelange Verhandlungen gegeben.

Ziel des Stabilitäts-Pakts

Durch den Stabilitäts-Pakt sollen sich Bund, Bundesländer und Gemeinden beim Budget besser abstimmen. So will man große Budget-Defizite vermeiden und Österreichs Schulden senken.

In Zukunft gibt es fixe Vorgaben, wie viel Schulden die Bundesländer machen dürfen. Sie müssen dem Finanzministerium regelmäßig ihre Budget-Zahlen berichten.

Bundes­rat stimmt zu

In seiner Sitzung hat der Bundesrat dem Stabilitäts-Pakt zugestimmt. Damit ist der Pakt im Parlament endgültig beschlossen.

Meinung der Parteien

Die Regierungs-Parteien freuen sich darüber. Sie sagten: Der Pakt ist ein guter und gerechter Weg, um das Budget zu verbessern und die Schulden zu senken.

Die FPÖ hat die Finanz-Politik der Regierung stark kritisiert.

Die Grünen haben betont, dass die Lage für die Gemeinden sehr schwierig ist. Daran wird auch der Stabilitäts-Pakt nichts ändern.

Alle Parteien waren sich einig, dass sich für Gemeinden etwas ändern muss. Auch Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl hat zugestimmt.

Begriffe einfach erklärt

Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt: 

Begriffe einfach erklärt

Gesetz gegen „Shrinkflation“

"Shrinkflation" bedeutet: Die Verpackungsgröße und der Preis eines Produktes bleiben gleich, aber es ist weniger drin als früher. Man bekommt also weniger Inhalt für den gleichen Preis.

Nun gibt es ein Gesetz dagegen: das "Anti-Mogelpackungs-Gesetz". Im Bundesrat hat die Mehrheit zugestimmt.

Ab April 2026 müssen die Geschäfte klar darauf hinweisen, wenn in einer Packung weniger drin ist. Vorerst gilt das bis Mitte 2030.

Meinung der Parteien

Die Regierungs-Parteien haben betont: Das Gesetz ist sehr wichtig. So wird der Markt transparenter.

Die Grünen fanden, dass es Lücken im Gesetz gibt.

Die FPÖ hat gewarnt: Das Gesetz bringt viel Arbeitsaufwand für die Geschäfte.

Unternehmen müssen in Zukunft kennzeichnen, wenn Packungen weniger Inhalt haben. Der Hinweis kann am Produkt, am Regal oder in der Nähe stehen. Er könnte zum Beispiel lauten: "Achtung: Weniger Inhalt – höherer Preis".

Erklärung von Landeshauptmann Mattle

Derzeit hat Tirol den Vorsitz im Bundesrat. Anton Mattle ist Landeshauptmann von Tirol. Er hat zu Beginn der Sitzung eine Erklärung abgegeben. Der Titel war: "Bergauf für Österreich".

Mattle hat erzählt, welche Schwerpunkte er in der Landeshauptleute-Konferenz plant.

Abschaffung des Bundes­rats

Außerdem hat Mattle über die Diskussion gesprochen, ob man den Bundesrat abschaffen soll. Die NEOS haben das gefordert.

Mattle findet das nicht gut. Er sagte: Die NEOS wollten damit nur eine Forderung bringen, die einigen Menschen gefällt und die gut klingt.

Davor hat Bundesratspräsident Markus Stotter darüber gesprochen. Er sieht die Forderung sehr kritisch. Denn der Bundesrat erfüllt eine wichtige Aufgabe in Österreich.

Die NEOS haben die Frage aufgebracht, ob man den Bundesrat abschaffen soll. Anton Mattle sagte dazu: "Bergauf geht es nur mit den Bundesländern". Der Bundesrat ist also sehr wichtig.

Aktuelle Stunde mit dem Landwirtschafts-Minister

In der Aktuellen Stunde war Landwirtschafts-Minister Norbert Totschnig zu Gast. Der Titel war: "Lebenswerte Regionen – durch eine zukunftsorientierte Gemeinsame Agrar-, Kohäsions- und Umweltpolitik".

Pläne der EU

Der Hintergrund der Aktuellen Stunde war folgender: Die EU beginnt gerade, über den mehrjährigen Finanz-Rahmen zu verhandeln. Das ist der Budget-Plan für 2028 bis 2034.

Die EU will dabei ihre Kohäsions-Politik verändern. Kohäsion bedeutet, dass die Regionen in der EU stärker zusammenhalten und zusammenarbeiten sollen. So soll sich die ganze EU gemeinsam gut entwickeln.

Im neuen Finanz-Rahmen will die EU die Kohäsions-Politik mit anderen Bereichen zusammenlegen: mit Agrar-Politik, Fischerei, Einwanderung und Sicherheit. Diese Bereiche werden zu einem gemeinsamen Geldtopf.

Das beeinflusst unter anderem die Gemeinsame Agrar-Politik der EU.

Österreichs Meinung dazu

In der Aktuellen Stunde ging es darum, was Österreich von diesen Plänen und den Auswirkungen hält.

Die Kohäsions-Politik der EU setzen bisher die einzelnen Regionen um. In Zukunft könnten das die EU-Länder machen. Totschnig sprach sich dagegen aus.

Dringliche Anfrage der FPÖ

Die FPÖ hat im Bundesrat eine Dringliche Anfrage gestellt. Diese ging an Infrastruktur-Minister Peter Hanke.

Die FPÖ findet, dass es große Probleme im österreichischen Straßenverkehr gibt und dass Peter Hanke nichts dagegen tut. Sie hat gefragt, ob sich Hanke von grünen "Autofahrer-Hassern" beeinflussen lässt.

Hanke hat das mit Nein beantwortet. Er wird alles dafür tun, damit man wichtige Verkehrs-Projekte schnell und gut umsetzen kann.

Versorgung mit Lebensmitteln bei einer Krise

Der Bundesrat war einstimmig für Änderungen im Lebensmittel-Bewirtschaftungs-Gesetz. Dadurch soll Österreich besser auf Krisen vorbereitet sein.

Es soll in Zukunft schon vor der Krise klar sein: Entweder der Staat sorgt für Vorräte oder private Betriebe müssen Vorräte anlegen. Dafür soll abgefragt werden, wie viel Vorräte Betriebe immer haben. Dadurch weiß man dann, wie viel Vorräte es braucht.

Wenn Betriebe für Vorräte sorgen müssen, sollen sie vom Staat dafür Geld bekommen.

Schutz von Kulturgütern

Die Mehrheit im Bundesrat hat einer Änderung im Kulturgüter-Rückgabe-Gesetz zugestimmt. Es soll an strengere EU-Regeln angepasst werden.

Die Bestimmungen für den Zoll und für die Genehmigung von Einfuhren werden strenger. Das gilt für Kulturgüter aus Nicht-EU-Ländern.

Die EU will damit den illegalen Handel bekämpfen und das internationale Kultur-Erbe schützen.

Schutz der Meere

Der Bundesrat war außerdem für ein Übereinkommen der Vereinten Nationen. Die biologische Vielfalt im Meer soll geschützt und nachhaltig genutzt werden.

Österreich kann das Übereinkommen nun unterschreiben.

Sozialversicherung

Auch kleinen Änderungen bei den Sozialversicherungen hat der Bundesrat zugestimmt. Dadurch soll es weniger Risiko für die Funktionärinnen und Funktionäre geben.

Diese Personen arbeiten ehrenamtlich in den Verwaltungs-Organen der Sozialversicherungen. Wenn es in Zukunft eine Verwaltungs-Strafe gibt, müssen die Funktionärinnen und Funktionäre sie nicht selbst bezahlen.

Audio-Artikel "Nachrichten in einfacher Sprache"

Jetzt kommt man noch leichter zu Informationen über Parlament und Demokratie. Denn man kann sich die Nachrichten in einfacher Sprache auch anhören.

Seit November 2025 bietet das Parlament alle Nachrichten in einfacher Sprache auch als Audio-Artikel. Man kann sich die Nachrichten also anhören. Man muss sie nicht mehr selbst lesen. Die Stimme ist von einer KI. Das ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz.

Es gibt jeden Tag neue Folgen. Man kann die Audio-Artikel auf diesen Kanälen hören: bei YouTube, Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music.

Jetzt reinhören